In einem hessischen Supermarkt wurden Radost Bokel (41) und ihr kleiner Sohn Tyler (7) rassistisch beleidigt. Nun wehrt sich die Schauspielerin gegen diese abscheuliche Attacke.

 

„Dass Tyler etwas von seinem Nougatcroissant nascht und wir es nachher an der Kasse bezahlen, ist bei uns schon Tradition. Im Supermarkt kennen sie uns, da hat sich noch nie jemand aufgeregt.“, schildert Radost Bokel die völlig harmlose Ausgangssituation, die wenig später eskalierte. Der Siebenjährige wurde von einer anderen Kundin scharf ermahnt. Er solle sein Essen später bloß bezahlen, schimpfte die Frau. Nicht alles in Deutschland sei umsonst. Es kam zu einem Wortgefecht, das damit endete, dass die Kundin Bokel als „Kanakenschlampe“ beschimpfte und ihr den Hitlergruß zeigte bevor sie floh.

 

Ihr dunkelhäutiger Sohn sei schon mehrfach mit rassistischen Äußerungen konfrontiert worden. „Das passiert uns hier und da leider immer mal wieder. Mich persönlich trifft man damit gar nicht, aber wenn es gegen meinen lieben und höflichen Sohn geht, dann tut mir das schon weh.“, so die Hessin mit bulgarischen Wurzeln. Vor allem in letzter Zeit habe sie das Gefühl, dass wieder ein „Rechtsruck“ durch Deutschland gehe.

 

Radost trifft verstärkt Vorkehrungen: „Oftmals ist meine Mama dabei. Die ist noch tougher als ich und weiß sich zu behaupten.“ Zudem trainiert Tyler bereits Judo, um sich im Ernstfall verteidigen zu können. „Dennoch hoffe ich, dass sich die politisch aufgeheizte Stimmung im Land bald wieder legt – und Tyler Judo ausschließlich für sportliche Aktivitäten nutzen muss.“

 

 

 

Quelle: Closer, Bildquelle: Image.net