Von brutaler TV-Unterhaltung hält der langjährige „Wetten, dass..?“-Moderator nichts. 

Wenn Thomas Gottschalk am heutigen 19. November die nächste Sendung „Wetten, dass..?“ live moderiert, erscheint er völlig unvorbereitet auf der Bühne in Friedrichshafen. Für den Moderator hat das nichts mit Faulheit zu tun, sondern er hält Vorbereitung für „unsinnig und überflüssig“. Sein Argument: „Der Chirurg bereitet sich auf die Operation ja auch nicht vor, indem er am Tag davor Hühnchen zerlegt. Er kann es, oder er sollte es im Interesse seines Patienten ganz bleiben lassen“, erklärt Deutschlands bekanntester Entertainer.

„Wetten, dass ..?“ richtet keinen Schaden an

Dass während seiner Show einige Zuschauer vielleicht mit einem Second Screen vorm Fernseher sitzen und zum Beispiel am Smartphone lesen, macht ihm nichts aus. Bei „Wetten, dass ..?“ werde schließlich niemand überfordert, findet der heute 72-Jährige. „Da kann man schon nebenbei noch etwas anderes machen. Ich nicht, denn ich bin die meiste Zeit im Bild.“

Der Entertainer, der 1987 erstmals die bekannte Samstagabend-Sendung im ZDF moderierte, ist sich jedoch im Klaren darüber, dass er die besten Jahrzehnte des Fernsehens erlebt hat. „Wetten, dass..?“ mache die Zuschauer zwar nicht zu besseren Menschen, aber es richte auch keinen Schaden an. Ganz im Gegenteil zu heutigen Erfolgsformaten wie „Squid Game“, bei dem Menschen gekillt werden. Das habe sicherlich keinen guten Einfluss auf die Psyche junger Menschen, sagt er im Interview. „Es wird im Fernsehen heute mehr getötet als geblödelt. Das ist nach meiner Überzeugung auch nicht der Sinn von Fernsehunterhaltung.“

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Text – und Bildquelle: Apotheken Umschau, Fotocredit: Wort &Bild Verlag/action press/wcrART/face to face