Tipps für die Geranienpflege. So gelingt die Blütenpracht

Tipps für die Geranienpflege. So gelingt die Blütenpracht

Sie sind aus den sommerlichen Gärten und von bunten Balkonen nicht wegzudenken: üppig blühende Geranien in allen Farben. Nicht nur im ländlichen Raum gehören sie zum heimischen Sommergefühl, sondern auch in der Stadt verschönern sie unser Umfeld. Die pflegeleichten Geranien benötigen dabei nicht viel, um prächtig zu gedeihen: einen geeigneten Standort, ausreichend Wasser und Nährstoffe sowie ein passendes Pflanzgefäß. Auch für Menschen ohne grünen Daumen oder mit nur wenig Zeit für Pflanzenpflege ist die widerstandsfähige Sommerschönheit die perfekte Wahl.

Der Zeitpunkt

Sobald die Temperaturen tagsüber angenehm im zweistelligen Bereich und die Nächte frostfrei sind, ist der perfekte Zeitpunkt für das Auspflanzen der Geranien gekommen. In der Regel ist dies spätestens nach dem Ende der „Kalten Sophie“, der letzten der so genannten Eisheiligen, Mitte Mai der Fall.

Der Standort

Da die Geranie ursprünglich aus der Kapregion Südafrikas stammt, fühlt sie sich an einem vollsonnigen bis halbschattigen, warmen Standort am wohlsten. Auch direkte Mittagssonne ist in den Sommermonaten kein Problem. Je mehr Sonnenstunden es gibt, desto mehr Blüten werden gebildet. Gefüllte Pelargonien-Arten und solche mit großen Blüten mögen nur wenig Feuchtigkeit von oben, weshalb sie sich perfekt für einen zum Beispiel durch ein Regendach geschützten Balkonkasten eignen. Einfach blühende Sorten kommen hingegen auch mit Regen gut zurecht.

Das Pflanzgefäß

Besonders gut wachsen Geranien mit ausreichend Platz. Ist der Abstand zur Nachbarpflanze zu gering oder das Pflanzgefäß zu klein, können sie nicht ihre ganze Pracht entfalten. Optimal ist ein Blumenkasten oder Gefäß mit einer Mindesthöhe von 18 Zentimetern sowie ein Abstand zur Nachbarpflanze von mindestens 20 Zentimetern.

Das Gießen

Mit steigenden Temperaturen und zunehmendem Wachstum erhöht sich auch der Wasserbedarf der Geranie. Selbst anhaltende Hitze kann ihr nichts anhaben, wird sie ausreichend und regelmäßig gegossen. Dabei ist wichtig, dass die Pflanzen nach Möglichkeit nie austrocknen, aber auch keine Staunässe herrscht. Damit keine Wurzelfäule entsteht, muss überschüssiges Wasser stets ablaufen können. Am besten ist es, die Pflanzen morgens langsam und in kleinen Schlucken zu wässern, an sehr heißen Tagen auch gerne morgens und abends. Spezielle Wasserspeichersysteme aus dem Fachhandel oder auch DIY-Lösungen mit PET-Flaschen können die Arbeit erleichtern. Als grober Anhaltspunkt für die Wassermenge gilt: zehn Prozent des Topfvolumens pro Gießvorgang. Dies entspricht etwa einem halben Liter bei einer einzelnen Pflanze in einem 20 Zentimeter Topf.

Das Düngen

Als Starkzehrer haben Geranien einen vergleichsweise hohen Nährstoffbedarf. Mit einem Langzeitdünger vorgedüngte Geranienerde gewährleistet gleich von Anfang an die optimale Versorgung der Pflanzen. Die Packungshinweise geben Aufschluss, wie lange die Nährstoffe ausreichen. Empfehlenswert ist, bei der Wahl von Langzeitprodukten auf die Angabe „9 Monate“ zu achten. Diese Zeitangabe bezieht sich auf ein Temperaturniveau von rund 20° C. Da in Balkonkästen im Sommer oft höhere Temperaturen herrschen, ist der Dünger schneller aufgebraucht. Als Alternative kann auch das Gießwasser etwa einmal pro Woche mit einem handelsüblichen Geranien- oder Blumendünger angereichert werden. Eine zu geringe Nährstoffversorgung erkennt man, wenn das Laub hellgrün wird und die Blühwilligkeit der Pflanzen nachlässt. Ab September kann die Nährstoffgabe minimiert und bei Überwinterung im Winterquartier komplett eingestellt werden.

Die Pflege

Die verwelkten Blätter und Blütenstände regelmäßig zu entfernen hat nicht nur einen optischen Nutzen. Durch das Abbrechen des Verblühten wird kein Samen gebildet und die Geranien treiben neue Blüten. Besonders wichtig ist das Ausputzen daher bei halbgefüllten und gefüllten Sorten. Hierzu nimmt man den verblühten Blütenstängel nahe der Basis zwischen Daumen, Zeige- und Mittelfinger und bricht ihn ab. Selbstreinigende Sorten, die vor allem unter den Hängegeranien zu finden sind, werfen verblühte Blüten selbstständig ab und bilden in der Regel direkt neue Blüten aus.

Die Überwinterung

Möchte man die lieb gewonnenen mehrjährigen Geranien auch im darauf folgenden Jahr wieder zum Erblühen bringen, gibt es die Möglichkeit, diese zu überwintern. Hierfür benötigt man etwas Platz, Geduld und Geschick. Vor dem ersten Nachtfrost müssen die Pflanzen auf etwa 15 Zentimeter Höhe zurückgeschnitten und an einen hellen, frostfreien Ort gebracht werden. Zusätzlich können zur Verringerung der Verdunstung die Blätter entfernt werden. Dies hat auch den Vorteil, dass Schädlinge weniger Angriffsfläche haben und die Pflanzen weniger Platz benötigen. Die ideale Umgebungstemperatur während der Ruheperiode liegt bei 5 bis 10 Grad. Während der Wintermonate ist der Wasserbedarf minimal, so dass die Pflanzen wie abgestorben wirken können. Hat alles geklappt, treibt die Geranie bei mehr Wärme und Wasser im Frühjahr erneut aus.

Nach der Überwinterung ist das Umtopfen in ein neues Substrat empfehlenswert. Die Pflanzen sollten schrittweise an Freilandbedingungen gewöhnt werden. Ab Februar können dunkel überwinterte Geranien hell und kühl aufgestellt werden, an frostfreien Tagen ab April auch gerne im Freien stehen. Wichtig ist, die Pflanzen stets vor Nachtfrost und zu starker Sonneneinstrahlung zu schützen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Text – und Bildquelle: Pelargonium for Europe

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