Wechsel auf weiterführende Schulen zum Schuljahr 2017/2018

Wechsel auf weiterführende Schulen zum Schuljahr 2017/2018

Anmeldeverfahren an Gymnasien, Haupt- und Realschulen abgeschlossen

 

In Köln wechseln zum neuen Schuljahr 2017/18 nach aktuellem Stand 8.078 Schülerinnen und Schüler an eine weiterführende Schule. Bis zum 17. März 2017 konnten die Kinder und Jugendlichen an einem städtischen Gymnasium, einer Haupt- oder einer Realschule angemeldet werden. Für die Aufnahme an eine der elf städtischen Gesamtschulen endete die Frist bereits am 10. Februar 2017. Rund 4.056 Schülerinnen und Schüler wollen ein Gymnasium besuchen, 3.651 davon ein städtisches Gymnasium. Um möglichst vielen Elternwünschen entsprechen zu können, hat der Rat der Stadt Köln am 22. September 2016 einen umfassenden Beschluss zur Zügigkeitserhöhung gefasst, der durch die Bezirksregierung anschließend genehmigt wurde und zum neuen Schuljahr umgesetzt werden kann.

 

Bezogen auf die Gymnasien umfasst dieser Ratsbeschluss insgesamt fünf zusätzliche Züge in der Sekundarstufe 1 sowie sechs neue Züge in der Sekundarstufe 2. Überdies haben sich auch in diesem Jahr viele Gymnasien dazu bereit erklärt, eine oder mehrere zusätzliche Eingangsklassen zu bilden. Stadtweit werden zwölf zusätzliche Klassen an Gymnasien in städtischer Trägerschaft gebildet. Für alle angemeldeten Kinder, die in Köln wohnen, kann so ein Platz an einem Gymnasium angeboten werden. Leider ist dieser aber nicht immer an der gewünschten Schule möglich.

 

In zwei gemeinsamen Abstimmungskonferenzen unter Koordination von Bezirksregierung und Schulträger wurden am 20. März 2017 mit den Schulleitungen der städtischen Gymnasien die Anmeldezahlen gesichtet. Von den insgesamt 3.651 Anmeldungen zur Aufnahme an ein städtisches Gymnasium konnten 3.336 Erstwünsche erfüllt werden. Knapp 92 Prozent aller Kölner Schülerinnen und Schüler wechseln somit zum neuen Schuljahr an das Gymnasium ihrer Wahl.

 

Für alle Schülerinnen und Schüler, deren Erstwunsch nicht erfüllt werden kann, hat die Bezirksregierung anschließend ein Auswahlverfahren durchgeführt. Im Ergebnis können 156 Schülerinnen und Schüler an die von ihnen angegebene Zweitwunschschule wechseln. Für 159 Schülerinnen und Schüler, deren Erst- und Zweitwunsch nicht entsprochen werden kann, hat die Verwaltung bis zur zweiten Konferenz am 30. März 2017 das wohnortnächste Gymnasium mit freien Aufnahmekapazitäten ermittelt und diese Information den Schulleitungen für die Entscheidungsfindung zur Verfügung gestellt. Stadtweit stehen für diese Schülerinnen und Schüler noch 200 freie Plätze an städtischen Gymnasien zur Verfügung. Die Schulen versenden nun die Aufnahme- und Ablehnungsbescheide, mit denen die betroffenen Eltern ein Alternativangebot erhalten. Außerdem stehen an der Ursulinenschule (Gymnasium für Mädchen) in der Machabäerstraße und am Irmgardis-Gymnasium in der Schillerstraße in Trägerschaft des Erzbistums nach heutigem Stand noch 21 freie Plätze zur Verfügung. Interessierte Eltern können sich unmittelbar an die beiden Schulen wenden.

 

Rund 1.701 Schülerinnen und Schüler wechseln zum kommenden Schuljahr an eine Realschule. In Fällen, in denen dem Erstwunsch nicht entsprochen werden kann, erfolgt die Beratung durch die beteiligten Schulen. Wie bereits in den vergangenen Jahren verzeichnen die Hauptschulen am Ende des Anmeldeverfahrens die geringste Nachfrage aller weiterführenden Schulformen. Die Kapazitäten in dieser Schulform sind demnach ausreichend, alle rund 385 Angemeldeten aufnehmen zu können. Erfahrungsgemäß gehen bis zu den Sommerferien weitere Anmeldungen bei den Hauptschulen ein, so dass die Zahl der aufgenommenen Schülerinnen und Schüler noch steigen wird.

 

Ungebrochen hoch ist die Nachfrage an den Kölner Gesamtschulen. 1.836 Schülerinnen und Schüler werden im Sommer 2017 auf eine der elf städtischen Gesamtschulen wechseln, 183 davon mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf. Zudem wird mit rund 100 Aufnahmen an Gesamtschulen in privater Trägerschaft gerechnet. Allen 2.566 Nachfragen nach einem Platz an städtischen Gesamtschulen kann damit nicht entsprochen werden, 730 Kinder können nicht aufgenommen werden. Für die Aufnahme an eine Gesamtschule sind grundsätzlich nicht nur die Kapazitäten maßgebend, sondern etwa auch die Leistungsheterogenität und die gleichmäßige Verteilung von Mädchen und Jungen.

 

Aufgrund der weiter steigenden Nachfrage hat die Stadt Köln die Kapazität an den Gesamtschulen in den letzten zehn Jahren um mehr als 500 Plätze durch zusätzliche Klassen ab der Jahrgangsstufe 5 ausgebaut. Zum Schuljahr 2017/18 werden daher die Zügigkeiten an der Europaschule Zollstock um eine Eingangsklasse, an der Gesamtschule Rodenkirchen sogar um zwei Eingangsklassen erhöht, wodurch rund 80 Plätze geschaffen werden. Trotzdem mussten in den letzten Jahren durchschnittlich etwa 700 Kinder auf andere Schulformen ausweichen: Im Schuljahr 2015/16 waren rund 690 Schülerinnen und Schüler betroffen, im laufenden Schuljahr etwa 780.

 

Wegen weiter steigender Geburten- und Schülerzahlen in den kommenden Jahren steht die Stadt Köln vor der Herausforderung, in erheblichem Umfang zusätzliche Plätze an Gesamtschulen und Gymnasien zu schaffen. Die Verwaltung arbeitet mit Hochdruck an der Fertigstellung von Gebäuden zum Schuljahr 2018/19, um die Zahl der Gesamtschulplätze weiter auszubauen. So sollen die Gesamtschule Helios am Interimsstandort Overbeckstraße mit vier Eingangsklassen sowie die Gesamtschule Wasseramselweg an einem nahegelegenen Interimsstandort vorzeitig eröffnet werden. Zudem soll der Neubau und Umzug der Gesamtschule Nippes an den endgültigen Standort Ossietzkystraße zum Schuljahr 2018/19 realisiert werden.

 

Die Stadt Köln dankt allen Schulen ausdrücklich für ihre konstruktive Unterstützung, um möglichst vielen Familien einen Platz an der gewünschten weiterführenden Schule anbieten zu können.

 

Quelle: Stadt Köln, Archivbild

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