Wladimir Klitschko hatte bei der Verteidigung seiner Doktorarbeit “kalte Füße”

Wladimir Klitschko hatte bei der Verteidigung seiner Doktorarbeit “kalte Füße”

Der ehemalige Boxweltmeister Wladimir Klitschko hat sich in seiner Doktorarbeit auch selbst untersucht: “Das Thema kam direkt aus meinem Alltag: ‘Übertraining’.” Am Sportinternat habe er gesehen, wie talentierte Sportler mental und körperlich gebrochen wurden, sagt er  im Interview: “Oft mussten wir dreimal am Tag trainieren, es war brutal.”

Seine Dissertation habe ihm geholfen, Weltmeister zu werden: “Ich habe herausgefunden, dass Training sehr individuell ist und es sogar meist besser ist, weniger zu trainieren, als zu viel.” Klitschko: “Eins steht für mich fest, wenn ich nicht promoviert hätte, wäre ich nicht mehrfacher Weltmeister geworden.” Klitschko musste seine Doktorarbeit vor 13 Professoren verteidigen: “Ich hatte ziemlich kalte Füße. Aber mein Doktorvater sagte: ‘Wladimir, das sind 13 Theoretiker. Wenn du ins Wackeln kommst, beziehe dich auf deine eigene Praxis.”

Über Wladimir Klitschko:

Wladimir Klitschko galt als einer der besten Techniker im Schwergewicht. Als Linksausleger boxte er orthodox. Sein Stil war in erster Linie durch einen starken Jab geprägt, den er als Dublette oder einzeln herausschlug. Durch schnelle Beinarbeit versuchte er, die Distanz zum Gegner zu wahren, um seine Reichweite ausspielen zu können. Gelang dies nicht, unterband er Angriffe des Kontrahenten durch Umklammern und Herunterdrücken. Dadurch vermied es Klitschko, mit kleineren Gegnern in den Infight zu geraten, was für einen Boxer mit seiner Armlänge nachteilig gewesen wäre. Aufgrund der Körpergröße von 1,98 m war Klitschko in den meisten Fällen nicht auf schnelle Pendelbewegungen mit dem Oberkörper angewiesen. Diese sind für Boxer wichtig, die unter dem Größendurchschnitt der jeweiligen Gewichtsklasse einzustufen sind, da sie auf diese Weise Schläge vermeiden und Reichweitennachteile ausgleichen können. Klitschkos Wettkampfstrategie war in erster Linie darauf ausgelegt, zu zermürben und einen vorzeitigen Sieg erst dann anzustreben, wenn der jeweilige Gegner konditionell überfordert oder durch zahlreiche Führhandtreffer beeinträchtigt war.

In seiner Profikarriere erzielte Klitschko die meisten K.-o.-Siege nach Treffern mit seinem rechten Cross, der zu den härtesten Schlägen im Schwergewicht zählte. Unter der Aufsicht seines langjährigen Trainers Emanuel Steward war Klitschko darauf bedacht, seine Körpergröße optimal zu nutzen, was zur Folge hatte, dass viele Schläge als Gerade und nicht als Haken geschlagen wurden. Im Verhältnis zu anderen Schwergewichtlern schlug er wenig über die Außenbahn. Klitschko war dafür bekannt, am Kampfabend in guter konditioneller Verfassung zu sein. Ferner wurde ihm ein gutes Antizipationsvermögen nachgesagt.

 

 

 

 

 

 

 

Quelle: Die Zeit/Wikipedia, Bildrechte: Wladimir Klitschko/Instagram

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Sie erklären sich mit der Speicherung und Veröffentlichung der eingegebenen Daten bis zur vollständigen Löschung des Kommentars einverstanden. Der verfasste Kommentar erscheint nicht sofort, sondern erst nach Prüfung und Freigabe durch einen Administrator. Die Einwilligung kann jederzeit z. B. formlos per E-Mail widerrufen werden. Kontakt & Details siehe Datenschutzerklärung

Diese Seite verwendet Cookies, um die Nutzerfreundlichkeit zu verbessern. Mit der weiteren Verwendung stimmst du dem zu. Datenschutzerklärung