“Big Performance – wer ist der Star im Star?”  Neues Sendeformat entpuppt sich als kindische Playback Show

“Big Performance – wer ist der Star im Star?” Neues Sendeformat entpuppt sich als kindische Playback Show

Pro7 hat es mit „The Masked Singer“ vorgemacht und RTL musste nachlegen. So entstand die neue Show “Big Performance – wer ist der Star im Star?” Natürlich musste man mal reinschauen und mitraten, wer sich hinter den Masken verbergen könnte. Da traten dann Promis in der Maskierung von Adele, Prince, Jennifer Lopez und Tom Jones auf. Trotz der großen Mühe, die sich die Maskenbildner gemacht haben, es mutete eher an wie Knetgummi Masse auf einem Kindergeburtstag. Kein Vergleich mit den kunstvollen Kostümen von „The Masked Singer“. Die Künstler beginnen dann mit einem bekannten Song des jeweiligen Stars, den sie darstellen als Playback, um dann mit eigener Stimme den Song zu vervollständigen. Erstaunlich, dass Jury und Publikum gleichermaßen die Playback Version mit frenetischem Applaus begrüßen. Auch die Kommentare und die aufgesetzt wirkende Raterei der Jury bestehend aus Motzi Mabuse, Guido Maria Kretschmer und Michelle Hunziker war schnell durchschaut.

Dabei ist es nach den ersten Tönen doch schon offensichtlich, wenn eine Adele zum Beispiel mit irischem Akzent spricht und ein deutliches Vibrato in der Stimme hat. Wer könnte das wohl sein?

Aber das haben sie zumindest mit der Jury von „The Masked Singer“ gemeinsam. Da wird wie die Katze um den heißen Brei diskutiert, welcher Promi sich wohl hinter der Maske des Superstars verbergen könnte und Personen genannt, die vielleicht einiges können, aber auf keinen Fall singen. Dabei ist es nach den ersten Tönen doch schon offensichtlich, wenn eine Adele zum Beispiel mit irischem Akzent spricht und ein deutliches Vibrato in der Stimme hat. Wer könnte das wohl sein?

Jennifer Lopes sieht der echten zwar nicht ähnlich, kann aber tanzen und singen, was nicht zwangsläufig bedeutet, dass sie das auch beruflich macht. Vielleicht ist sie ja eine hauseigene Moderatorin? Prince war gut. Das steht ausser Frage und es wundert, dass er als erster aus der Show flog und sich mit Hilfe von einigen Maskenbildnerinnen demaskieren musste, was nicht sehr ästhetisch war. Heraus kam, dass es sich um den sympathischen Prince Damian handelte. Er, der als DSDS Singer alle Herzen eroberte und auch ganz souverän den Titel „Dschungelkönig“ trägt, konnte die Zuschauer diesmal nicht überzeugen.

Die Idee ist ja ansonsten nicht schlecht und wenn es nicht schon „The Masked Singer“ gäbe, dann hätte die Show durchaus Potenzial

Adele war schon fast der Putz vom Mund gebröckelt und irgendwie erinnerten die Figuren ein bisschen an die Muppet Show. Das ist sicher noch ausbaufähig, zumal mal man nicht wirklich von Big „Performance“ reden kann. Mehr Show, mehr Glamour, mehr Perfektion. Die Idee ist ja ansonsten nicht schlecht und wenn es nicht schon „The Masked Singer“ gäbe, dann hätte die Show durchaus Potenzial. Aber so wirkt es aufgesetzt und nachgemacht, was immer das Risiko einer Blamage birgt.

 

Nach dem holprigen Start der Show bleibt als Highlight nur die Moderation von Daniel Hartwich. Wie immer moderierte er souverän, gerne bissig und immer mit einer guten Portion Humor. Nach der Sendung überschlugen sich die negativen Kommentare in den sozialen Netzwerken. Aber man sollte nicht die Stars hinter der Maske vergessen. Sie alle können singen und taten das auch mit vollem Einsatz. Wenn da nur nicht dieses Konzept wäre.  Am kommenden Samstag geht es um 20.15 Uhr weiter mit „Big Performance“ und den Künstlern unter den Masken von Jennifer Lopez, Adele und Tom Jones. Für den ausgeschiedenen Prince rockt dann Elton John die Bühne.

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Bildrechte: RTL, Fotocredit: Foto: TVNOW / Steffen Z Wolff

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