Gast bei „Gute Leude – das Hamburg Gespräch“ am Montag: Musiker Ingo Pohlmann

Gast bei „Gute Leude – das Hamburg Gespräch“ am Montag: Musiker Ingo Pohlmann

In der neuen Folge „Gute Leude – das Hamburg Gespräch“ wird es am Montag „Rocker vom Hocker“. Dieses Mal ist Singer-Songwriter Ingo Pohlmann zu Gast. Er erzählt Lars von seiner Jugend als Maurer-Sohn in NRW, von seiner Zeit in der Schanze der Neunziger Jahre bis hin zu seinem Über-Hit „Wenn jetzt Sommer wär“ 2006… und ums neue Album geht es natürlich auch.

Schon als Kind wollte er Musiker in Hamburg werden, erzählt Ingo Pohlmann Gute Leude-Chef Lars Meier. Warum aber ausgerechnet in Hamburg und nicht etwa in Berlin? Was in der Hauptstadt passiert, empfindet er persönlich aufgrund der Schnelllebigkeit als viel zu großen Druck für Künstler. „Hamburg fand ich irgendwie unterhaltsamer. Es ist zwar nicht immer am Zahn der Zeit, allerdings hat das, was aus Hamburg kommt, einen langen Atem“, bringt es Pohlmann auf den Punkt. Er verdiente sich erstmal im Café Bedford in der Schanze seine Brötchen und wurde dort durch seine Auftritte als „Rocker vom Hocker“ bekannt. Lars Meier behauptet daraufhin, überhaupt nicht musikalisch zu sein. Woraufhin Pohlmann ihm zuruft: „Kannst du pfeifen? Das reicht.“ Die Schanze vor 20 Jahren habe wenig mit heute zu tun, erzählt er. Das Cornern hätten sie damals eigentlich erfunden. In den jetzigen Parkbuchten konnte man noch auf dem Boden sitzen, vor der Daniela-Bar zum Beispiel. Früher konnte man die Musik ja auch noch laut spielen.

Lars Meier kann Ingo Pohlmann kaum stoppen, so viel unterhaltsame Anekdoten schüttelt der blonde Gitarren-Barde aus dem Ärmel. „Ich bin jemand, der morgens beim Bäcker mit jedem in Kontakt kommt“, sagt der Sänger. „Auch, wenn ich viel zu viel aufs Handy schaue, habe ich einfach großes Interesse an Menschen.“ Momentan wohnt er in Winterhude, kann sich aber durchaus vorstellen, eines Tages in die Schanze oder nach Altona zurückzukehren. Ob Hamburg denn gut zu seinen Musikern und Künstlern sei, will Lars Meier wissen. Er könne das nicht richtig vergleichen, antwortet Pohlmann vorsichtig.

Pohlmanns Heimat Rheda-Wiedenbrück ist in den letzten Wochen wegen des Tönnies-Skandals in Verruf geraten. „Ich bin Flexitarier“, verkündet Pohlmann in diesem Zusammenhang. Was das ist? „Ich esse nur zweimal im Monat Fleisch und dann Gutes.“ Man unterstütze mit dem Kauf von Billigfleisch ja nun mal die Massenindustrie, weshalb man das auf keinen Fall tun sollte. Jemand, der im Sommer ständig auf dem Einweg-Grill sein Billigfleisch zubereitet, wird man laut Pohlmann nicht so schnell bekehren können. „Die Leute essen diese Mengen an Fleisch nur weil’s schmeckt“, zitiert er den Kabarettist Hagen Rether.

In jungen Jahren war Pohlmann Maurer, wie sein Vater und sein Bruder. So entstand auch sein erster Kontakt zu Tönnies, wo sein Vater zu Flickarbeiten zugezogen wurde. In den Raum, wo die Tiere getötet wurden, hätte er sich damals nicht zu schauen getraut. „Am besten erinnere ich mich an die Pfauen, die auf dem Tönnies Gelände frei als Wachtiere gehalten wurden.“ Eigentlich wollte er gerne auch Schauspieler werden, sei dann aber beim Videodreh zu seinem größten Hit „Wenn jetzt Sommer wär“ wegen Lampenfieber kläglich gescheitert, erzählt er uneitel. Inzwischen schauspielere er nur noch in seinen Tagträumen.

Wie in jeder Folge gibt es auch diesmal die Rubrik „Fragen der anderen Leude“. Bei der Frage von Roman-Autorin Ildikó von Kürthy hält selbst Lars Meier den Atem an. Sie fragt Pohlmann, wie es sich anfühlt, das Schönste („Wenn jetzt Sommer wäre“) schon hinter sich zu haben. Gewohnt cool und gefasst antwortet der 47-Jährige, dass man da ja erstmal definieren müsse, was „das Schönste“ denn für einen persönlich sei. Für ihn selbst sei jedes Album, das danach folgte, besser als das davor. „Eine Kunst ist es, das Herz zu berühren, ohne das Hirn zu bleidigen“ sei sein Motto. Er schließe eben von Lied zu Lied ab. „Die meisten kennen „Wenn jetzt Sommer wär“, danach kommt dann der Name Pohlmann, aber nur die Fans kennen mein Gesicht.“ 

Das vollständige Gespräch und die Antwort auf die Frage, welchen Hamburger Fußballclub er unterstützt, hören Sie am Montag, den 14. September, um 22 Uhr beim Radiosender 917XFM und danach überall, wo es Podcasts gibt. Außerdem wird die Sendung am Sonntag, den 20. September, um 10 Uhr bei 917XFM wiederholt. Im Turnus von 14 Tagen empfängt Lars Meier von der Gute Leude Fabrik interessante und spannende Persönlichkeiten der Hansestadt Hamburg zu „Gute Leude – das Hamburg Gespräch“. Bisher waren unter anderem Köchin Cornelia Poletto, Talk-Lady Bettina Tietjen, der ehemalige Bundestagsabgeordnete Johannes Kahrs, die Schauspieler Peter Lohmeyer, Kostja Ullmann, der Senator für Verkehr und Mobilitätswende Anjes Tjarks, Ildikó von Kürthy, sowie die Beachvolleyball-Olympiasiegerin Laura Ludwig zu Gast.

 

 

 

 

 

 

 

Text – und Bildquelle: Gute Leude Fabrik GmbH & Co. KG

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Sie erklären sich mit der Speicherung und Veröffentlichung der eingegebenen Daten bis zur vollständigen Löschung des Kommentars einverstanden. Der verfasste Kommentar erscheint nicht sofort, sondern erst nach Prüfung und Freigabe durch einen Administrator. Die Einwilligung kann jederzeit z. B. formlos per E-Mail widerrufen werden. Kontakt & Details siehe Datenschutzerklärung

Diese Seite verwendet Cookies, um die Nutzerfreundlichkeit zu verbessern. Mit der weiteren Verwendung stimmst du dem zu. Datenschutzerklärung