Hunde können Corona erschnüffeln, noch bevor PCR-Tests anschlagen. Möglicher Einsatzort: Seniorenheime

Dass Hunde Krankheiten am Geruch erkennen können, ist nicht neu. Speziell darauf konditioniert, erschnüffeln sie Malaria, Parkinson und sogar manche Krebsarten. Eine Studie hat jetzt gezeigt, dass Hunde auch eine Covid-Infektion riechen können. „Corona wird so schnell nicht verschwinden. Und auch wenn es eine Impfung gibt, sollte man in sensiblen Bereichen wie Seniorenheimen den Schutz hochhalten. Dazu können Hunde beitragen“, sagt Professor Bodo Plachter, Direktor des Instituts für Virologie an der Universität Mainz.

Sekundenschnell große Probemengen prüfen

Im Rahmen eines interdisziplinären Forschungsprojekts, an dem auch Seniorenheime teilnehmen, testen Plachter und seine Kolleginnen und Kollegen unter realen Bedingungen: Sobald eine Person im Heim positiv getestet wird, kontrollieren die Hunde Proben von allen Kontaktpersonen. Dafür braucht es nur einen einfachen Hautabstrich. Das ist insbesondere für Demenzkranke, die einen Nasenabstrich oft als qualvoll erleben, ein Vorteil. Doch es spricht noch mehr dafür, Corona-Spürhunde einzusetzen: „Die Hunde sind schnell und können binnen Sekunden große Probenmengen prüfen“, so Professor Bodo Plachter. „Damit haben sie einen Vorteil gegenüber PCR-Tests.“

Hunde könnten, das zeigen auch Studien aus Großbritannien, Finnland und Frankreich, künftig einen wertvollen Beitrag zur Früherkennung von Covid-19 leisten und zum Beispiel bei Großveranstaltungen, in Schulen, Kindergärten, Seniorenheimen oder Flughäfen positive Menschen erschnüffeln und damit die Verbreitung des Virus eindämmen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Quelle: Senioren Ratgeber, Fotocredit: KNJ/Martina Uckermann