Klang, der Brücken baut: SHALOM-MUSIK.KOELN 2026 setzt ein Zeichen für das „ZUHÖREN“. Vom 1. bis 10. September verwandelt das Festival die Stadt in eine Bühne für jüdische Gegenwartskultur – mit Weltstars, Uraufführungen und dem Schofar als virtuosem Konzertinstrument. In einer Zeit, die von lauten Debatten und schnellen Urteilen geprägt ist, setzt das Festival SHALOM-MUSIK.KOELN vom 1. bis 10. September 2026 ein bewusstes künstlerisches Zeichen: Unter dem Motto „ZUHÖREN“ lädt es dazu ein, die vielfältigen, oft ungehörten Töne jüdischer Musik als lebendigen und selbstverständlichen Teil der Kölner Stadtgesellschaft zu entdecken.
Veranstaltet vom Kölner Forum für Kultur im Dialog e. V. und der Synagogen-Gemeinde Köln, präsentiert das Festival an über 25 Orten in der ganzen Stadt ein Programm, das Tradition und Innovation auf einzigartige Weise verbindet. Das Motto „ZUHÖREN“ ist mehr als nur ein Titel – es ist eine kulturelle Haltung. Kurz vor Rosch ha-Schana, dem jüdischen Neujahrsfest, dessen Beginn durch den durchdringenden Klang des Schofars markiert wird, schafft das Festival Raum für Aufmerksamkeit, Dialog und Begegnung. In einer Zeit, in der jüdisches
Leben in Deutschland wieder stärker unter Druck steht, macht SHALOM-MUSIK.KOELN jüdische Kultur hörbar: selbstbewusst, vielfältig und offen für die ganze Stadt.
Eröffnung mit Uraufführung
Den feierlichen Auftakt bildet das Eröffnungskonzert „Zu Gast bei Hilde Domin“ am 1. September in der Flora. Im Zentrum des Abends steht die Uraufführung von vier Vertonungen von Gedichten der großen jüdischen Kölner Lyrikerin. Es musiziert der Kammerchor des Kölner Männer-Gesang-Vereins, der auf die Berliner Sängerin Sharon Brauner und den diesjährigen „Artist in Residence“, Bar Zemach, trifft – eine künstlerische Konstellation, die es in dieser Form in Köln noch nicht gegeben hat. Die Begegnung von Chortradition, jüdischer Lyrik,
jiddischem Lied und Schofar-Klang macht den Abend zu einem besonderen
Auftakt des Festivals.“
Bar Zemach und die Stimme des Schofars Mit Bar Zemach präsentiert das Festival einen jungen, wegweisenden Musiker aus Berlin. Als einer der ersten Künstler weltweit spielt er den Schofar – ein uraltes jüdisches Ritualinstrument – als virtuoses, chromatisches Soloinstrument
auf der Konzertbühne. Zemach, zugleich Solo-Hornist in Daniel Barenboims West-Eastern Divan Orchestra, schlägt damit eine faszinierende Brücke zwischen sakraler Tradition und zeitgenössischer Konzertpraxis.
Programmhighlights zwischen Weltbühne und Kölner Veedeln Das Festivalprogramm 2026 zeichnet sich durch eine beeindruckende Bandbreite aus:
▪ Internationale Stars wie der Mandolinist Avi Avital im Duo mit dem Jazzpianisten Omer Klein sowie die Ikone der Alten Musik, Dame Emma Kirkby, im Abschlusskonzert.
▪ Das renommierte Jewish Chamber Orchestra Hamburg, das erstmals in Köln gastiert.
▪ Einblicke in die pulsierende Welt des Klezmers mit dem „Best of Yiddish Summer Weimar“.
▪ Der „Lange Tag mit jüdischer Musik“ am 6. September, der mit über 50 kostenlosen Kurzkonzerten die gesamte Innenstadt zum Klingen bringt.
▪ Ein musikalisch-literarisches Porträt des jüdischen Kölner Starts Jacques Offenbach.
▪ Die „Grande Dame“ der jiddischen Liedkunst, Shura Lipovsky, nimmt uns mit
„Auf den Weg“ und gestaltet mit ihrem Ensemble Novaya Shira einen Abend
mit Tiefe und Emotionalität.
SHALOM-MUSIK.KOELN ist ein Festival für die ganze Stadt. Es macht jüdische Kultur hör- und sichtbar – in der Synagoge, in Kirchen, in etablierten Häusern wie dem MAKK und der Volksbühne, aber auch durch niedrigschwellige Formate wie den „Open Shabbat“ für alle.
Das Festival stärkt Kölns Profil als Ort der ältesten jüdischen Gemeinde nördlich der Alpen. Es wird gefördert durch die Stadt Köln, das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW, die Kunststiftung NRW und die Imhoff Stiftung. Die Schirmherrschaft hat NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst übernommen.
Gegründet 2021, findet das Festival seit 2022 im Zweijahresrhythmus statt. Es hat sich zum Ziel gesetzt, jüdische Musik als lebendige und innovative Kunstform zu präsentieren und die Vielfalt jüdischen Lebens heute zu feiern.
Weitere Informationen und das vollständige Programm finden Sie unter:
www.shalom-musik.koeln
Text – und Bildquelle: Public Cologne GmbH, Fotocredit: KNJ/Martina Uckermann
