Der Rat der Stadt Köln hat am Dienstag, 20. März 2018, dem weiterentwickelten Zwischennutzungskonzept für den Ebertplatz zugestimmt. Ziel des Konzeptes ist, den Ebertplatz sowohl oberirdisch als auch in den Unterführungen wiederzubeleben und damit wieder zu einem frequentierten Platz mit Aufenthaltsqualität zu machen. Das Zwischennutzungskonzept für die Interimsphase des Ebertplatzes wurde in enger Kooperation mit Akteuren vor Ort im Rahmen zweier sogenannter „Ideenschmieden“ weiterentwickelt und konkretisiert.

 

Das beschlossene Maßnahmenpaket sieht vor, dass rund 1,2 Millionen Euro Investitions- und Programmkosten bereitgestellt werden. Im Rahmen der Zwischennutzung sollen dafür neue Akteure für gemeinnützige und gewerbliche Aktivitäten für die aktuell im Bereich der Unterführung derzeit leerstehenden Ladenflächen gewonnen werden. Die westlichen Unterführungen sollen nicht geschlossen werden. Oberbürgermeisterin Reker hatte sich für eine Lösung ohne Schließung der westlichen Unterführung ausgesprochen. Darüber hinaus wird im Rahmen des Zwischennutzungskonzeptes, ein soziokulturelles Programm, inklusive Sport- und Spielaktionen, aufgelegt und die temporäre Gestaltung des Platzes mitsamt künstlerischer Beiträge und der Installation eines wechselnden Lichtkunstprogramms erarbeitet. Zukünftig werden Kooperationen mit Universitäten, Initiativen und Bürgergruppen weiter ausgebaut. Auf der Grundlage des Zwischennutzungskonzeptes sollen ebenfalls ausgeweitete Gastronomie-Angebote zur Belebung des Platzes beitragen. Es ist vorgesehen, auf der Platzfläche ein Café oder biergartenähnliches Gastronomieangebot im saisonalen, gegebenenfalls auch ganzjährigen Betrieb zu ermöglichen und hierfür eine geeignete Gastronomiefläche zu reservieren. Die Ausschreibung erfolgt kurzfristig. Solange die Ausschreibung noch andauert, wird es wechselnde mobile Angebote vor Ort geben.

 

Das weiterentwickelte Zwischennutzungskonzept sieht vor, die „Wasserkinetische Plastik“ des Künstlers Wolfgang Göddertz zu sanieren und wieder in Betrieb zu nehmen. Die Kosten für die Sanierung und den dreijährigen Betrieb während der Interimszeit belaufen sich auf circa 320.000 Euro. Die Stadtverwaltung hat in den vergangenen Monaten auch die mögliche Wiederinbetriebnahme der 2004 mit Zustimmung der politischen Gremien stillgelegten Fahrtreppen untersucht, mit dem Ergebnis, dass der jetzige schlechte Zustand der Fahrtreppen weder eine Reparatur, noch eine Sanierung zulässt. Der ersatzweise Neubau der Fahrtreppen wäre hingegen mit unvertretbaren Kosten verbunden. Auf den Austausch der Fahrtreppen wird daher verzichtet. Stattdessen werden die Fahrtreppen für weitere Kunstprojekte freigegeben.  Bürger und Jugendliche, externe Experten, das Bürgerzentrum Alte Feuerwache, örtliche Initiativgruppen und Organisationen können an der Entwicklung des Ebertplatzes aktiv mitwirken. Hierfür hat die Stadtverwaltung im Rahmen der beiden Ideenschmieden gemeinsam mit den betroffenen Akteuren ein umfangreiches Partizipationskonzept erarbeitet. Der regelmäßige Einsatz eines Streetwork-Busses auf dem Platz ist vorgesehen.

 

 

 

 

 

 

Quelle: Stadt Köln, Bildrechte: KNJ/Martina Uckermann