Großeltern sein ist ein echter Gewinn – und sogar gesund.  So leben Studien zufolge Menschen, die sich um ihre Enkelkinder kümmern, um Jahre länger als Großeltern, die eher auf Distanz bleiben. Woran das liegt? „Wenn ich mich auf die Kinder einlasse und meinem Gehirn zutraue, neu zu denken, also mich auf dem Spielplatz auch mal auf eine Schaukel setze, dann erwecke ich mein inneres Kind – das hält fit und jung“, erklärt die Psychotherapeutin Gundi Mayer-Rönne.

Trotzdem blicken einige mit gemischten Gefühlen auf den kommenden Lebensabschnitt. Enkel zu bekommen hält vielleicht jung, verdeutlicht aber auch die eigene Endlichkeit. Der Soziologe François Höpflinger ermuntert zu einem Perspektivenwechsel: „Enkel schreiben die eigene Familiengeschichte fort. Durch sie lässt sich an frühere Lebensphasen anknüpfen und manches vielleicht auch nachholen, was man bei den eigenen Kindern nicht geschafft hat.“

Nicht in die Erziehung einmischen

Nicht selten gehen die Vorstellungen von Großeltern und jungen Eltern auseinander. Umso wichtiger ist es, sich über typische Konfliktthemen auszutauschen wie Essen, Kita oder Fernsehen. Mayer-Rönne empfiehlt vor allem, sich in Erziehungsfragen zurückzunehmen: „Das ist etwas, das uns schwerfällt, die eigenen Kinder machen lassen. Aber sie sind jetzt die Eltern. Das müssen wir akzeptieren lernen.“

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Quelle: Senioren Ratgeber, Archivbild/Pexels