Erkältungszeit: Antibiotika können auch „gute“ Keime vernichten

Scheidenpilz vorbeugen: Milchsäure-Bakterien können helfen

 

Was haben Bronchitis, Mandel- oder Lungenentzündung mit Scheidenpilz-Infektionen zu tun? Nach der Einnahme von Antibiotika gegen Bronchitis oder andere Erkrankungen erfahren Frauen häufig, dass eine Pilzinfektion in der Scheide nicht lange auf sich warten lässt.

 

StressSchmerztEs ist, als könnte man die Uhr danach stellen: Das Antibiotikum tötet leider häufig nicht nur die Bronchitis-Erreger ab, sondern macht auch bei seiner Verbreitung im Körper auf dem Weg zu den gewünschten Ziel-Organen (z.B. Bronchien, Mandeln) vor der Scheide nicht halt. Einige Antibiotika vernichten dann auch die Milchsäure-Bakterien, die so genannten Laktobazillen, in der Scheide und verursachen dadurch eine Keimverschiebung, die das Pilzwachstum begünstigen kann.

 

Dass in der Scheide neben Milchsäure-Bakterien auch andere Keime präsent sind, ist normal. Wichtig ist aber, dass die Zahl der Milchsäure-Bakterien in der gesunden Scheide überwiegt und die anderen Keime oder Pilze im Vergleich dazu in wesentlich geringerer Zahl vorhanden sind. Aber bei vielen Frauen gerät nach der Einnahme von Antibiotika das Gleichgewicht der Flora in der Scheide ins Wanken. Wenn das natürliche Schutz-System „kippt“, kann es zu einer Scheidenpilz-Infektion kommen. Werden die guten Milchsäure-Bakterien vernichtet, haben die Pilze keinen Gegenspieler mehr und die Pilzinfektion ist schnell da. Die Frage, was Frauen vorbeugend tun können, wird auch in der Apotheke häufig gestellt.

 

Um die natürliche Scheidenflora nach einer Antibiotika-Einnahme zu regenerieren oder wieder aufzubauen, können scheidentypische Milchsäure-Bakterien von außen zugeführt werden, z. B. in Form von Vagisan® Milchsäure-Bakterien. Die Vaginalkapseln werden in der Regel über 8 bis 10 Tage einmal täglich in die Scheide eingeführt. Mit der Anwendung der Milchsäure-Bakterien wird am besten erst am letzten Tag der Antibiotika-Einnahme begonnen, weil sonst unter Umständen die eben zugeführten Milchsäure-Bakterien durch das Antibiotikum vernichtet werden und so der erwünschte Wiederaufbau der Scheidenflora nicht stattfinden kann.

 

Zeigen sich jedoch bereits während der Antibiotika-Einnahme die typischen Anzeichen einer Scheidenpilz-Infektion (wie Brennen, Juckreiz oder Ausfluss), muss zunächst mit einem Antipilz-Mittel behandelt werden. Zum Wiederaufbau der Scheidenflora können im Anschluss daran Präparate mit Milchsäure-Bakterien angewendet werden.

 

Quelle: Dr. Wolff-Forschung, Archivbilder

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