Fotografie ist ein Hexenwerk – 7 Geheimnisse hinter magischen Fotos

Fotografie ist ein Hexenwerk – 7 Geheimnisse hinter magischen Fotos

Seit Web 2.0 und Social Media leben wir in einer visuell geprägten Welt, in der die Kommunikation ohne Fotografie undenkbar ist. Diese Entwicklung spiegelt sich auch in der ständigen Weiterentwicklung von Smartphonekameras und digitalen Fotokameras wider. Technischer Fortschritt ermöglicht zwar immer bessere Qualität, aber hinter einem faszinierenden Foto steckt mehr. Der Düsseldorfer Fotograf Mirzet Ekic erklärt, welche Geheimnisse die Fotografen mitbringen, um uns immer wieder mit magischen Fotos zu verzaubern.

1. Kreativität immer wieder entdecken

Sich künstlerisch auszudrücken ist unser Grundbedürfnis und jeder Mensch zeigt darin auch seine Erfahrung und seine Individualität. In der Fotografie sind Leidenschaft, Begeisterung und Experimentierfreude die Eigenschaften, mit denen Fotografen ihre Grenzen immer mehr erweitern und Erstaunliches leisten. Mit atemberaubenden Aufnahmen in der Natur oder Architektur zeigen sie uns neue Sicht auf die Welt. Die Kreativität entsteht nicht unter Druck, sie ist eine Art Interpretation der Welt und das Ergebnis von Beobachtung und ständiger Suche nach neuen Motiven.

2. Eigene Fehler zu nutzen lernen

Gute Fotografen geben sich nicht mit Mittelmäßigkeit zufrieden, sie lassen sich, wie damals Thomas Edison, auch nach vielen gescheiterten Versuchen nicht entmutigen. Weil sie an sich glauben, lernen Fotografen ihre Fehler neu zu bewerten, sie auf ihre Ursachen zurückzuführen und die neue Erkenntnis für das nächste Fotoprojekt einzusetzen. Fehler sind wie ein Verbesserungsvorschlag, sie sind der wichtigste Nährboden für neue Kreativität.

3. Regelmäßiges fotografisches Üben

Wie viele andere Kunstfertigkeiten erfordert auch die Fotografie regelmäßiges Üben. Viele Fotos machen schärft das fotografische Auge. Doch hier geht es nicht um viele ähnliche Fotos, sondern um viele Fotos von einem Motiv in vielen Variationen, aus vielen Perspektiven. Dadurch kann der Fotograf später bei der Auswahl und Nachbearbeitung der Fotos seine eigene Entwicklung beobachten und die Motive besser bewerten.

4. Fokus aufs Wesentliche

Die erste Frage bei jedem Fotografen ist die nach dem Bildmotiv. Deshalb sind alle Elemente, die nicht zum Motiv gehören, bei guten Aufnahmen außerhalb des Bildausschnitts. Scharfes Motiv vor einem unscharfen Hintergrund wirkt ruhiger auf den Betrachter als ein überladenes Fotos mit vielen Elementen, die gleich scharf sind.

5. Jedes Fotoprojekt vorbereiten

Das beste Foto entsteht zunächst im Kopf. Deshalb ist gute Vorbereitung bei einem Projekt die halbe Miete. In einem Studio steuert der Fotograf das Licht selbst, aber draußen ist er meistens auf das Tageslicht angewiesen. So ist die Richtung des Lichts wichtig, warmes und weiches Licht in Morgenstunden oder Abendstunden erzeugt bessere Stimmung in den Fotos als die Mittagssonne. “In der Mittagssonne sind die Bilder für die Tonne” lautet eine der fotografischen Weisheiten. Gute Fotografen meiden die Mittagssonne, weil sie harte Schatten und starke Kontraste verursacht.

6. Geschichten erzählen

Ein gutes Foto weckt Emotionen. Künstlerisch wertvolles Fotos sind daher weniger informativ oder dokumentarisch, sie erzählen vielmehr eine Geschichte. Schon in der Vorbereitung gibt der Fotograf seinem Foto ein Thema, nach dem er die Bildkomposition aufbaut. Mit den drei Bereichen Vordergrund, Hauptmotiv und Hintergrund lässt sich im Bild unser Blick lenken, Spannung aufbauen und Bildtiefe erreichen.

7. Die Kamera kennen

Die technischen Möglichkeiten einer Kamera sind kein Selbstzweck, sie dienen einem höheren, künstlerischen Ziel. Deshalb macht eine bessere Kamera keine besseren Fotos. Teures Fotoequipment und leistungsstarke Objektive ermöglichen z.B. maximale Schärfentiefe, aber ohne eine spannende Komposition oder eine Geschichte im Foto verfehlt die Technik ihre Wirkung. Gute Fotografen fotografieren nicht im Automatikmodus, sondern beherrschen die wichtigsten Parametern einer Fotokamera in der manuellen Einstellung: ISO, Blende und Verschlusszeit. Mit diesen Funktionen können sie mit Schärfe und Licht spielen und künstlerische Effekte erzeugen.

Mirzet Ekic ist Fotograf in Düsseldorf und fotografiert in den Bereichen People, Business und Architektur. Mehr Informationen auf der Website siebeneins-fotografie.de

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Quelle:  SIEBENEINS FOTOGRAFIE, Archivbilder/Pexel

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