Die Zigarre ist in ihrer Rohform nichts anderes, als eine kleine Stange, die aus fest-gepressten und fermentierten Tabakblättern besteht, die dann von einem Umblatt dicht umschlossen wird und mit dem äußersten Deckblatt überrollt wird. Sie wird zum Rauchen hergestellt und hat, seit ihrer Entdeckung und Herstellung, die in der Kolonialzeit wahrscheinlich durch den Weltenbummler Christopher Columbus um 1500 geschah und dann 1519 herum nach Europa kam, die ganze Welt erobert.

Das Wort Zigarre ist abgeleitet aus der Sprache der Maya wie zic oder ciquar was etwas Brennbares ist, was einfach gut schmeckt und auch duftet. Denn der klassische Zigarrengeruch ist unverkennbar und weit vernehmbar. Der Rauch verrät den Genießer, egal wo er sich auch aufhält. Der typische Duft des Zigarrenrauches ist einzigartig und mit nichts vergleichbar in diesem Segment.

Die Zigarre erobert die Welt

Ob man es nun glauben mag oder nicht, auch deutsche Zigarren haben eine recht lange Tradition in unserem Land. Zwar gehört nun Deutschland nicht zwingend zum Vorzeigeland in Sachen Zigarrenproduktion und Herstellung, doch auch hierzulande gibt es Eigenmarken Made in Germany. Die erste europäische Zigarrenfabrik namens La Corona wurde 1720 im spanischen Sevilla gegründet. Und genau dort kam der erstmals der Deutsche Heinrich Schlottmann in den Genuss, im wahrsten Sinne des Wortes, das Handwerk des Zigarrenmachers zu erlernen. Schlottmann gründete dann postwendend mit seiner Erfahrung 1788 in Hamburg die erste deutsche Zigarrenfabrik. Die Zigarre wurde zum Runnigsale-Produkt und nach Hamburg und Bremen entstanden im 19. Jahrhundert weitere Zigarrenfabriken in Hessen, in Ostwestfalen mit der legendären Zigarrenstadt Bünde und auch um Heidelberg und in Oberbaden galt die Zigarrenproduktion als wichtiges Wirtschaftsprodukt der Zeit.

Es galt im Übrigen auch auf der ganzen Welt als extrem chic, wenn man sich zu einem Glas Wein oder Cocgnac traf und genüsslich eine Zigarre dazu rauchte. Zunächst war es nur der männlichen Welt gegönnt eine Zigarre zu rauchen, doch besonders in den wilden 20er Jahren rauchten auch die Damen die Zigarre.

Zigarre oder Zigarette?

Interessanterweise kam es 2019 in Deutschland dazu, dass immer weniger Raucher zur Zigarette griffen und sich stattdessen eine Zigarre anzündeten. Der Absatz von Zigarren und Zigarillos stieg hier deutlich an. So sollen rund 74 Milliarden Zigaretten offiziell verkauft worden sein. Das waren dann etwa 1,9 Prozent weniger als noch 2017. Bei allen anderen Tabakwaren gab es dagegen in diesem Zeitraum ein Plus, denn die Raucher unter uns griffen einfach häufiger zu Zigarren und Pfeifentabak oder eben auch zum Selbstdrehen einer Zigarette. Der pure Tabakgeschmack, der unverfälscht in den Tabakblättern der Zigarren ausharrt ist es, denn viele als Grund des Wechsels von der Zigarette zur Zigarre nannten.

Fazit

Wir haben es also dem Italiener Cristopher Columbus zu verdanken, dass die Zigarre überhaupt zu uns kam. Wer weiß wie lange es noch gedauert hätte, bis sie nach Europa gekommen wäre? Fakt ist auch, dass noch heute in vielen Ländern der Columbus-Tag gefeiert wird – gerade auch in der Karibik. Denn nicht nur die Entdeckung der Zigarre geht auf das Konto des Weltenbummlers.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Quelle: News Factory, Fotocredit: Pixabay