Die Regierung hat es versprochen – noch in dieser Legislaturperiode soll Cannabis (Hanf) für den Freizeitgebrauch freigegeben werden. Karl Lauterbach, Gesundheitsminister, stellte kürzlich ein Eckpunktepapier vor, in dem festgehalten wird, nach welchem Prozedere Cannabis legalisiert wird. Mitte des nächsten Jahres könnte ein Gesetz den Bundestag und den Bundesrat passieren, welches die bisherigen Einschränkungen bezüglich Cannabis ad acta legt.

Die Verantwortlichen denken dabei nicht nur an Vertrieb, Verkauf und Konsum von Hanfprodukten. Auch der Anbau einer bestimmten Anzahl von Gewächsen soll bald nicht mehr unter Strafe stehen. Eine Nachricht, die auch Künstler und Kulturschaffende freuen dürfte. Sind die Preise für Gras in der letzten Zeit doch exorbitant gestiegen. Auch die Fahrt über die Grenze nach Holland wird nicht mehr nötig sein. In der Annahme, dass das Cannabisverbot in Kürze Geschichte sein wird, geben wir an dieser Stelle kund, was beim Anbau der Nutzpflanze zu beachten ist. Weiterführende Informationen zum Cannabis-Anbau sowie das notwendige Saatgut finden Interessierte auf dieser Website.

Welche Utensilien werden beim Indoor-Anbau von Hanf benötigt?

Bevor das Saatgut eingekauft wird, sollten sich angehende Grower ein Equipment zulegen, dass die folgenden Gerätschaften umfasst:

  • Growzelt oder Growbox
  • Beleuchtungs- und Belüftungssystem
  • Geräte zur Messung des pH-Werts und des Salzgehalts
  • Feuchtigkeits- und Temperatursensor
  • ausreichende Anzahl von Töpfen verschiedener Größen
  • biologisch abbaubare Substrate, Düngemittel und Insektizide für Schädlinge wie Spinnmilben

Der geeignete Platz beim Indoor-Anbau von Hanf

Hanf ist eine sehr genügsame Pflanze. Trotzdem ist ein gewisser Arbeitsaufwand notwendig, damit die Bedingungen der Natur mit Frühling, Sommer und Herbst nachgestellt werden können und die Pflanzen optimal gedeihen. Am besten ist es, einen ganzen Raum für die Bepflanzung zu nutzen. Da ein solcher in den meisten Fällen nicht zur Verfügung steht, bietet sich als Alternative ein Growzelt oder eine Growbox an.

Für den Raum, in dem die Growbox aufgestellt wird, sind bestimmte Voraussetzungen notwendig: Er muss über ein Fenster oder einen Lüftungsschacht mit Frischluft versorgt werden, damit die Be- und Entlüftungsanlage des kleinen Gewächshauses funktioniert. Überdies wird mindestens ein Stromanschluss benötigt. Eine weitere Voraussetzung für ein gutes Plätzchen zum Anbau von Hanf ist eine trockene Raumluft. Im feuchten Keller mit Schimmel an den Wänden fallen die Chancen auf eine gute Ernte rapide.

Die notwendigen Lichtquellen

Um das Wachstum der Pflanzen optimal zu fördern, werden Beleuchtungssysteme benötigt, die sowohl den blauen als auch den roten Spektralbereich abdecken und mindestens 7.000 Kelvin (K) bewältigen. Die Lichtintensität sollte 50.000 Lumen nicht unterschreiten. Nur so kann die Aufzucht sowohl während der Wachstums- als auch während der Blütephase ideal ausgeleuchtet werden. Es empfiehlt sich, die Lampen nicht mit der bloßen Hand anzufassen. Verschmutzungen beeinträchtigen die Leistung des Beleuchtungssystems und schmälern die Ernte.

Das passende Belüftungssystem

Eine ausreichende Belüftung ist notwendig, damit die Schimmelbildung an der Pflanze verhindert wird. Dazu wird ein Axiallüfter für die Zuluft installiert. Damit der Luftaustausch vollzogen werden kann, ist zudem einen Abluftventilator nötig. Es wird empfohlen, diesen mit einem Aktivkohlefilter auszustatten. Ein solcher unterbindet den typischen Geruch von Hanf.

Luftfeuchtigkeit und Temperatur

Der Wachstumszyklus der Hanfpflanze umfasst drei Phasen, während derer sowohl die Temperatur als auch die Luftfeuchtigkeit optimiert werden sollten:

  • Keimphase: Diese dauert etwa 2 Wochen. Optimal sind eine Luftfeuchte von 65 bis 70 % und eine Temperatur von 20° bis 25° Celsius.
  • Wachstumsphase: Diese beträgt etwa 4 bis 6 Wochen. Die Luftfeuchtigkeit sollte pro Woche jeweils 5 % abnehmen. Die Temperatur kann auf 28° Celsius erhöht werden.
  • Blütephase: Die Dauer der Blütephase ist abhängig vom gewählten Samen. Sie wird vom Anbauer eingeleitet, indem die Beleuchtungsphase von 18 auf 12 Stunden verkürzt wird. Optimal ist eine Luftfeuchtigkeit von 40 % sowie eine Temperatur von 24° Celsius.

Die Erntephase

Ist der Erntezeitpunkt erreicht, werden die Pflanzen kurz über der Erde abgeschnitten. Danach werden sie kopfüber für die Dauer von 2 Wochen an einer Wäscheleine aufgereiht. Am besten geeignet zur Trocknung sind Lokalitäten mit einer Luftfeuchtigkeit, die 50 % nicht überschreitet.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Quelle: News Factory, Archivbild/unsplash