Großplastik erhält Dauerplatz im Museum für Ostasiatische Kunst

 

Dank der Unterstützung durch private Stifter und die Kunststiftung NRW kann das Museum für Ostasiatische Kunst die monumentale Bronzeplastik Usagi Kannon von Leiko Ikemura erwerben. Mit einem aufgestellten und einem herabhängenden Hasenohr verweist der Gnadenbodhisattva Kannon auf die Unerschütterlichkeit des buddhistischen Gesetzes, das trotz Naturkatastrophen und Kriegen alles durchdringt. Die Großplastik mit einer Höhe von 3,30 Meter erhält einen dauerhaften Platz im Foyer des Museums.

 

Am kommenden Sonntag, 28. Februar 2016, ist sie während der Finissage zum letzten Mal im Kontext der Ausstellung zu sehen. Dazu läuft im Hintergrund der Film „Nirgends (Horizonte)“, und vom Band kommt ein Vortrag des Gedichts „Kind des Meeres“ (umi no ko). Der weit ausgestellte Rock bietet Zuflucht und Geborgenheit. Durch die Löcher des Kleidungsstücks dringt Licht und verwandelt den Hasen-Bodhisattva in eine durchlässige, keinesfalls hermetisch geschlossene Schutzhöhle. Mit ihrer Offenheit und Transparenz stellt die Plastik eine moderne, aktuelle Interpretation der buddhistischen Sicht auf Leben und Tod dar.

 

Zur Finissage der Ausstellung „Leiko Ikemura – All About Girls and Tigers“ am 28. Februar 2016 ist das Museum bis 22 Uhr geöffnet. Um 11 und 19 Uhr wird im Vortragssaal der Film „nicht ohne – Leiko Ikemura: Ein Filmporträt“ von Thom de Bock und Carl Friedrich Schröer gezeigt. Der 38 Minuten lange Streifen ist dem Gedenken an Thom de Bock gewidmet. Um 12 Uhr führt der Museumsdienst durch die Ausstellung. Außerdem bietet Dr. Adele Schlombs um 15 und 17 Uhr eine Direktorenführung an (pro Person 4 Euro zuzüglich zum Eintritt).

 

Vom 1. bis 14. März 2016 ist das Museum geschlossen, Buchhandlung und Café bleiben geöffnet.

 

Quelle: Stadt Köln, Archivbild

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