Hobbysport: Warum Medikamentenmissbrauch so riskant ist

Hobbysport: Warum Medikamentenmissbrauch so riskant ist

Freizeitsportler, die ihre Leistung mit Schmerzmitteln pushen, gehen ein hohes Risiko ein.

Höher, schneller, weiter: Nicht wenige Hobbysportler greifen zu Medikamenten wie Schmerzmitteln, um sich zu mehr Leistung zu pushen. Eine bedenkliche Entwicklung, warnen Experten.

Eine Form des Medikamentenmissbrauchs

Selbstoptimierung gehört heute zum Lifestyle. Da ist der Einstieg ins Doping nicht mehr weit. “Im Freizeitsport herrscht nahezu kein Unrechtsbewusstsein im Sinne von: Doping? Das betrifft doch nur den Leistungssport!”, sagt Thomas Berghoff, Leiter des Ressorts Prävention der Nationalen Anti-Doping Agentur (NADA). Doch viele Hobbysportler wollen trainieren, obwohl schon der Kopf pocht, weitermachen, obwohl der Arm überlastet ist oder das Knie sticht. Schmerzmittel im Sport sind laut der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA zwar kein Doping – doch letztlich kann es sich dabei um eine Form des Medikamentenmissbrauchs handeln.

Lebensgefahr durch Schmerzmittel beim Marathon

Viele Hobbysportler blenden die körperlichen Folgen eines derartigen Missbrauchs aus – oder sie sind ihnen nicht ausreichend bekannt. Gängige Schmerzmittel können bei häufiger Anwendung Organ- und Gefäßschäden verursachen. Wer mit ihnen Schmerzen unterdrückt, nur um weiterzutrainieren, riskiert außerdem Schäden an Muskeln und Skelett. Bei starken Belastungen wie einem Marathon können Schmerzmittel gar lebensgefährlich werden. Denn Herz-Kreislauf-System, Magen- und Darmtrakt sowie Niere sind bei Ausdauerleistungen stark belastet. Schmerzmittel, die ebenfalls auf diese Organe wirken, können den Effekt verstärken.

Tipp: Die Nationale Anti-Doping Agentur NADA informiert auf www.nada.de über zulässige Medikamente und verbotene Substanzen im organisierten Sport.

 

 

 

 

 

 

 

 

Quelle: Apotheken Umschau, Archivbild/Pexel

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