Impfung gegen Affenpocken möglich

Impfung gegen Affenpocken möglich

Bisher 37 bestätigte Erkrankungen in Köln

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat am Donnerstag, 23. Juni 2022, mit ihren Beratungen begonnen, wie die internationale Ausbreitung der Affenpocken zu bewerten und einzustufen ist. Eine abschließende Bewertung seitens der WHO steht noch aus. Nach wie vor ist die Infektion mit Affenpocken eine seltene Erkrankung in Köln. Dennoch macht das Gesundheitsamt der Stadt Köln darauf aufmerksam, dass die Möglichkeit besteht, sich impfen zu lassen.

Bisher wurden 37 (Stand: 24. Juni 2022) laborbestätigte Fälle einer Erkrankung mit Affenpocken in Köln registriert. Das Gesundheitsamt der Stadt  Köln steht mit den Betroffenen in regelmäßigem Kontakt. Sie müssen sich für mindestens 21 Tage isolieren. Zwei Erkrankte mussten vorübergehend im Krankenhaus behandelt werden. Zudem betreut das städtische Gesundheitsamt die engen Kontaktpersonen der Infizierten.

Kurz nach einem Risikokontakt kann eine Impfung sinnvoll sein. Der Impfstoff ist jetzt in Köln verfügbar. Die Indikationsstellung für eine solche Impfung nach Exposition erfolgt in enger Zusammenarbeit des Gesundheitsamtes mit der Klinik für Infektiologie der Uniklinik Köln, infektiologischen Schwerpunktpraxen und behandelnden Hausärzten. Das Land NRW hat insgesamt 7.300 Impfdosen erhalten, in Köln hat die Uniklinik den Impfstoff vorrätig.

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Impfung gegen Affenpocken mit dem in der Europäischen Union zugelassenen Pockenvakzin „Imvanex“. Die Impfung kann Affenpocken-Erkrankungen oder zumindest einen schweren Verlauf verhindern. Sie wird für Personen ab 18 Jahren empfohlen, die dem Erreger ausgesetzt waren (Postexpositionsprophylaxe, „nachträgliche Impfung“) oder die zu einer Personengruppe mit einem erhöhten Risiko gehören. Mehr Informationen dazu, für wen eine Impfung sinnvoll sein kann, sind beim Robert-Koch-Institut (RKI) abrufbar unter: https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/Impfen/Affenpocken/FAQ-Liste_Affenpocken_Impfung.html;jsessionid=F2D0579398FCCE0F210C9A2FC859C882.internet071?nn=2386228

Die Impfung erfolgt mit zwei Dosen im Abstand von mindestens 28 Tagen – auch wenn der Impfabstand von 28 Tagen überschritten wurde, muss die Impfserie nicht neu begonnen werden. Bei Personen, die in der Vergangenheit gegen Pocken geimpft wurden, reicht eine einmalige Impfstoffgabe. Die Impfung erfolgt subkutan per Injektion. Man kann davon ausgehen, dass der Impfschutz ab 14 Tagen nach Verabreichung der zweiten Impfstoffdosis besteht.

„Noch gibt es in Köln wenige Fälle, aber wir raten aktuell allen Bürger*innen, sich aufmerksam zu verhalten und auf mögliche Symptome zu achten. Sollten tatsächlich Symptome auftreten, sollten Betroffene ärztlich abklären lassen, ob sie erkrankt sind oder ob es sinnvoll ist sich impfen zu lassen“, sagt Dr. Harald Rau, Gesundheitsdezernent der Stadt Köln.

Symptome können unter anderem Hautveränderungen, aber auch Fieber, Kopf und Muskelschmerzen sowie Schwellung der Lymphknoten sein. Bis zum Ausschluss einer Affenpockeninfektion sollte enger Körperkontakt zu anderen Personen unbedingt vermieden werden.

Informationen zu möglichen Symptomen und Ansteckungen hält das RKI bereit unter:
https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/A/Affenpocken/Affenpocken.html

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Quelle: Stadt Köln, Fotocredit: KNJ/Martina Uckermann

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