Jahr des Tigers 2022 Zum „Chinese New Year“ fordert der WWF globalen Rettungsplan für Tiger.

Jahr des Tigers 2022 Zum „Chinese New Year“ fordert der WWF globalen Rettungsplan für Tiger.

WWF: Auswilderungen können Bestände stützen.

Mit dem chinesischem Neujahrsfest am 1. Februar startet nach dem Mondkalender das „Jahr des Tigers“. Die Naturschutzorganisation WWF fordert anlässlich des symbolträchtigen Datums mehr Anstrengungen und einen stärkeren, politischen Willen zum Schutz der letzten wildlebenden Tiger. Der Stopp von Wilderei und illegalem Artenhandel sowie der konsequente Erhalt der Lebensräume seien der Schlüssel zum Überleben der Großkatze – und mit ihr unzähliger anderer Tier- und Pflanzenarten. Es bleibt laut WWF abzuwarten, ob die Tiger-Staaten ihr ursprüngliches Ziel die Bestandszahlen von 3.200 im Jahr 2010 auf 6.400 in 2022 zu verdoppeln, erreichen werden. Derzeit zählen viele Länder mit aufwendigen Monitorings die nationalen Tigerbestände. Die aktuelle, offizielle Zahl stammt aus 2016. Damals gab es knapp 3.900 Exemplare.

„Der Tiger ist zu einem Symbol für Arten- und Naturschutz weltweit geworden. Wer den Tiger schützt, schützt so viel mehr“, erklärt Kathrin Samson, Tiger-Expertin und Leiterin des Asienprogramms beim WWF Deutschland. „Tiger besiedeln in Asien die unterschiedlichsten Lebensräume – von den im Winter tief verschneiten Wäldern Russlands bis zu den tropischen Dschungelregionen Indonesiens.“ Tigerschutz dient dem Erhalt der biologischen Vielfalt und sogar dem Klima, wenn etwa Tropenwälder nicht in Plantagen umgewandelt würden. Daher müsse man zukünftig auch über mehr Auswilderungsprogramme in geeigneten Regionen nachdenken, wie etwa in Teilen Südostasiens. Der WWF schätzt, dass ohne diese Unterstützung der Bestände die globalen Tigerzahlen über viele weitere Jahre hinweg stagnieren, schlimmstenfalls sogar abnehmen könnten.

„Wir brauchen in allen Tiger-Verbreitungsländern einen ehrlichen, wissenschaftlichen Kassensturz, um zu wissen, wo wir überhaupt stehen“, so Samson „Wir wissen, dass Länder wie beispielsweise Indien, Nepal oder Russland ihre Ziele erreicht haben und sogar neue gesteckt haben, um die Zukunft dieser bedrohten Arten zu sichern und eine friedliche Koexistenz mit den Menschen vor Ort zu gewährleisten Sie beherbergen heute deutlich mehr wilde Tiger als noch 2010. Diese Länder zeigen, dass bei entsprechender politischer Priorisierung die Rettung des Tigers gelingen kann“, so Samson.

Hintergrund: Jahr des (Wasser-)Tigers 2022

Am 1. Februar 2022 beginnt nach dem Mondkalender ein neues Jahr. Ab dem Zeitpunkt erfolgt ein Wechsel vom Jahr des Büffels in das Jahr des Tigers – im Zusammenspiel mit dem Element Wasser. Der Tiger ist eines von zwölf Tierkreiszeichen in der chinesischen Astrologie. Laut dem chinesischen Horoskop steht die Raubkatze für Mut, Abenteuer, Optimismus, Durchsetzungskraft und Risikobereitschaft. Das Element Wasser wiederum steht für eine Reinigung, einen Neuanfang. Weitere Informationen: www.wwf.de/jahrdestigers

Hintergrund: Tiger

Der Lebensraum der Tiger umfasst nur noch rund fünf Prozent ihres einst riesigen Verbreitungsgebietes in Asien. Nach WWF-Schätzungen gab es im Jahr 2009 nur noch rund 3.200 wildlebende Tiger weltweit. Bis zum Jahr 2016 ist die Zahl auf circa 3.890 gestiegen. Im letzten Tiger-Jahr 2010 bekannte sich die internationale Staatengemeinschaft auf einem Gipfel im russischen St. Petersburg zu dem Ziel, die Tiger-Bestände innerhalb von zwölf Jahren zu verdoppeln. Im Gegensatz dazu gibt es Schätzungen zufolge weltweit rund 20.000 Tiger in sogenannten Tigerfarmen, bei Privatzüchtern, in Freizeitparks oder Zirkussen. Zu den 13 Tiger-Staaten gehören Bangladesch, Bhutan, China, Indien, Indonesien, Malaysia, Myanmar, Nepal, Russland und Thailand. Außerdem, obwohl dort seit zehn Jahren keine wildliebenden Tiger nachgewiesen wurden, Kambodscha, Laos und Vietnam. Lebensraumzerstörung und mangelnde Beutetiere, Wilderei und der Klimawandel bedrohen weiterhin das Überleben der Art in der Wildbahn. Weitere Informationen: www.wwf.de/tiger

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Quelle: WWF, Archivbild/Pexels

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