Kein Joke: Joaquin Phoenix als Held für Tiere auf neuem Motiv von PETA USA

Kein Joke: Joaquin Phoenix als Held für Tiere auf neuem Motiv von PETA USA

StarMotiv am Times Square: Menschen sollen erkennen, wer auf ihrem Teller liegt und vegan leben

Kurz vor dem Filmstart seiner mit Spannung erwarteten Rolle als „Joker“ ist Joaquin Phoenix Mittelpunkt eines neuen Motivs von PETA USA, das gestern am Times Square erschien. Auf dem Motiv erklärt Phoenix: „Wir sind alle Tiere“. Damit appelliert er an alle Menschen, vegan zu leben und den Speziesismus zu beenden. Dieser bezeichnet den fehlgeleiteten Glauben, dass andere Tierarten dem Menschen trotz ihrer Intelligenz und außergewöhnlichen Fähigkeiten unterlegen sind.

„Wenn wir die Welt aus den Augen eines anderen Tieres betrachten, müssen wir erkennen, dass wir im Inneren alle gleich sind – und deshalb haben wir alle es verdient, frei von Leid zu leben“, so Phoenix.

Sein Appell für eine vegane Ernährung fügt sich in eine landesweite Kampagne von PETA USA ein, die darüber informiert, dass Rinderzüchter den Amazonas-Regenwald niederbrennen, um die globale Nachfrage nach Fleisch zu stillen. PETA weist darauf hin, dass jeder Einzelne mit einer veganen Ernährung jährlich zahlreichen Tieren das Leben rettet. Zudem verringern vegan lebende Menschen maßgeblich ihren ökologischen Fußabdruck und leisten einen wertvollen Beitrag gegen die Abholzung unserer Wälder. Mehr als 90 Prozent der Rodungen im Amazonas-Regenwald seit 1970 gehen auf die Fleischindustrie zurück [1] – der Regenwald wird als Weideland für Rinder, deren Fleisch auch nach Europa exportiert wird, oder zum Futtermittelanbau genutzt. So wird beispielsweise ein Großteil des dort angebauten Sojas unter anderem in Deutschland an sogenannte Nutztiere verfüttert. Den Vereinten Nationen zufolge ist die tierische Landwirtschaft für fast ein Fünftel der vom Menschen verursachten Treibhausgasemissionen verantwortlich – und ein globaler Wandel zu einer veganen Ernährung nötig, um die schlimmsten Auswirkungen des Klimawandels zu bekämpfen.

PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation bittet alle Menschen, sich gegen die schädliche Weltanschauung des Speziesismus zu wehren – zum einen durch die vegane Ernährung, zum anderen jedoch auch, indem sie keine Zirkusse besuchen, nur tierversuchsfreie Pflegeprodukte nutzen und jegliche andere Formen der Ausbeutung von Tieren ablehnen.

Joaquin Phoenix war erst kürzlich auf einem riesigen Motiv von PETA USA gegen Wolle in einem veganen Anzug zu sehen. Der Slogan dazu lautete: „Grausamkeit passt mir nicht.“ Mit seinem Engagement reiht sich der Star in eine lange Liste von Prominenten ein, die sich bereits gemeinsam mit PETA USA und ihren internationalen Partnerorganisationen für mehr Mitgefühl gegenüber Tieren starkgemacht haben – unter anderem Paul McCartney, Natalie Portman, Alicia Silverstone, Udo Lindenberg, Harald Glööckler oder Christine Sommer und Martin Brambach.

[1] Margulis, S. (2004): Causes of Deforestation of the Brazilian Amazon. In: World Bank Working Paper No. 22. The World Bank: Washington, D. C. Online abrufbar unter: https://openknowledge.worldbank.org/bitstream/handle/10986/15060/277150PAPER0wbwp0no1022.pdf?sequence=1. (23.09.2019).

Text – und Bildquelle: PETA

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