Weniger Durchgangsverkehr für bessere Aufenthaltsqualität und Luft

Die Fußgängerzone in der Kölner Altstadt soll größer werden. Die Verwaltung hat jetzt den Fachausschüssen des Rates einen Vorschlag zur Erweiterung der Fußgängerzone in Kölns Altstadt rund um die Straße Unter Goldschmied zur Entscheidung vorgelegt. Danach sollen die Straßen im Bereich westlich des Alter Marktes zu Fußgängerzonen umgestaltet und die dort bisher mögliche Nord-Süd-Durchfahrung durch die Altstadt unterbrochen werden. Davon wird eine deutliche Entlastung der Altstadt vom Verkehr erwartet. Zum Teil muss der Erschließungsverkehr für einige Parkhäuser in der Altstadt neu geregelt werden. Die Erreichbarkeit der Parkhäuser bleibt aber in jedem Fall sichergestellt.

„Dieses Konzept hat mehr als nur eine Signalwirkung. Wir entlasten hier ganz konkret das Herz der City von einem überflüssigen Durchgangsverkehr, schaffen Platz für Fahrräder und Fußgänger und leisten einen deutlichen Beitrag zur Verbesserung der Luft. Entlang der künftig verkehrsberuhigten Stecke von Unter Goldschmied liegen die Perlen der „Via Culturalis“. Für wertvolle Kölner Kultureinrichtungen – vom Römisch-Germanischen Museum, der Historischen Mitte über das Praetorium und das MiQua bis hin zum Wallraf-Richartz-Museum/Fondation Corboud und zum Gürzenich sowie ebenso zum Rathaus – schaffen wir damit ein angemessenes stadträumliches Umfeld. Wir machen den öffentlichen Raum attraktiver und stärken die Kölner Altstadt langfristig, auch für hochwertige private Investitionen wie etwa in das Dom-Hotel oder das Laurenz-Quartier. Das Verkehrsführungskonzept Altstadt weist den Weg zu weniger Autos und mehr Aufenthaltsqualität. Es legt den Grundstein für mehr Lebensqualität im Herzen der Kölner Innenstadt“, so Oberbürgermeisterin Henriette Reker.

Auch beinhaltet die Fortschreibung des Verkehrsführungskonzeptes Altstadt weitere geplante Änderungen:

  • Folgende Bereiche sollen zu Fußgängerzonen umgestaltet werden:

Am Hof, Große Budengasse, Kleine Budengasse, Bechergasse, Bürgerstraße, Rathausplatz, Portalsgasse, Obenmarspforten (zwischen Unter Goldschmied und Martinstraße), Gürzenichstraße (zwischen Große Sandkaul und Quatermarkt), der südliche Teil des Alter Markts, Unter Käster, Hühnergasse, Steinweg, Bolzengasse sowie der östliche Teil des Heumarkts.

 

  • Geplant ist auch die fußgänger- und fahrradfreundliche Umgestaltung der Gürzenichstraße (zwischen Große Sandkaul und Heumarkt) und des Quatermarkts.

 

  • Außerdem sieht die Vorlage die fußgängerfreundliche Umgestaltung folgender Straßen vor:

Sporergasse und nördliche Marspfortengasse bis zur Parkhauseinfahrt Hohe Straße, Obenmarspforten (zwischen Marspfortengasse und Unter Goldschmied), Gürzenichstraße (zwischen Quatermarkt und Heumarkt), Martinstraße, Seidmacherinnengäßchen (westlicher Heumarkt ist bereits fußgängerfreundlich)sowie Große Neugasse (zwischen Kurt-Hackenberg-Platz und Bechergasse).

 

  • Aufhebung der Einbahnstraßenführung in den Straßen Marspfortengasse (südlich der Parkhauseinfahrt Hohe Straße bis Obenmarspforten) und Salomonsgasse.

 

  • Einführung einer Einbahnstraßenführung Quatermarkt (zwischen Obenmarspforten und nördlich der Parkhauseinfahrt).

 

Die Erschließung aller Ziele in der Altstadt bleibt auch weiterhin sichergestellt. Dies gilt insbesondere auch für die an der „Via Culturalis“ liegenden Ziele wie Rathaus, Haus Neuerburg und Gürzenich. Die Stadtverwaltung hatte betroffene Anlieger, Vertreter der Kammern und Verbände sowie Bürgerinnen und Bürger frühzeitig über die Erarbeitung des Verkehrsführungskonzepts informiert. Die bei verschiedenen Veranstaltungen vorgetragenen Anregungen und Hinweise sind in das jetzt vorliegende Konzept eingeflossen.

 

 

 

 

Quelle: Stadt Köln, Bildrechte: KNJ/Martina Uckermann