Die vollständige Absage aller Ersatztermine des Literaturfestivals lit.Cologne, die im Herbst stattfinden sollten, bedeutet nicht das Aus für die Kulturveranstaltung. „Eine mögliche Insolvenz ist durch die sensationelle Solidarität der Besucherinnen und Besucher erstmal abgewendet und ein nun hoffentlich folgender zweiter Solidaritätsakt führt dann dazu, dass wir 2021 planen können“, sagte Geschäftsführer Rainer Osnowski. Die Festival-Macher hatten Karteninhaber gebeten, sich aus Solidarität ihr Geld nicht erstatten zu lassen, um die Veranstaltung fortsetzen zu können.

Genaue Zahlen, wie viele Käufer ihre Tickets bisher behalten haben, könne er nicht nennen, sagte der Geschäftsführer. „Aber die Tendenz, dass bis zur Hälfte der Menschen die Tickets nicht zurückgeben und nicht erstattet bekommen wollen, zeichnet sich ab. Das ist natürlich großartig, und das versetzt uns in die Lage, weiter planen zu können“, so Osnowski, der hofft, dass die Absage der Ersatzveranstaltungen nicht zu einem Anstieg der Rückgaben führen wird. Im kommenden Jahr soll die lit.Cologne erstmalig im Frühsommer stattfinden – vom 30. Mai bis zum 13. Juni. „Da niemand weiß, wie sich die allgemeine Situation in den nächsten Monaten, vor allem im Winter, entwickelt, wird eine Grundunsicherheit sicherlich bleiben. So haben wir über Alternativtermine nachgedacht und diesen nun gefunden“, begründete Osnowski die Entscheidung.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Quelle: Kölner Stadt-Anzeiger, Bildrechte: KNJ/Martina Uckermann