Aktion: „Glanz statt Hetze“: Gedenken an die Opfer der NS-Zeit

Aktion: „Glanz statt Hetze“: Gedenken an die Opfer der NS-Zeit

Stadt ruft Bürgerinnen und Bürger zum Reinigen der Stolpersteine in Köln auf 

Über das Kölner Stadtgebiet verteilt sind kleine Gedenktafeln, sogenannte Stolpersteine, in den Boden eingelassen. Diese kleinen Erinnerungsmale werden genau an den Orten verlegt, an denen Menschen vor ihrer Flucht oder Verhaftung durch die Nationalsozialisten gelebt haben. Sie erinnern an deportierte und ermordete Kölner Jüdinnen und Juden, an Sinti und Roma, politisch Verfolgte, Homosexuelle, Zwangsarbeiter, Zeugen Jehovas und Opfer der „Euthanasie“.

Seit 1990 entwickelt der Künstler Gunter Demnig das Projekt und inzwischen sind rund 2.400 Stolpersteine in Köln verlegt worden. Viele regionale Vereine und Initiativen haben Reinigungspläne erstellt und Aktionen gestartet. Die Liberal-jüdische Gemeinde Gescher La Massoret e.V. hatte zu einer gemeinsamen Putzaktion anlässlich des Internationalen Tages des Gedenkens an die Opfer des Holocaust am 27. Januar 2020 aufgerufen, an der auch Oberbürgermeisterin Henriette Reker teilgenommen hat.

Auf Initiative von Oberbürgermeisterin Reker findet vom 11. bis 17. August 2020 die Aktion „Glanz statt Hetze“ statt, bei der alle Bürgerinnen und Bürger aufgerufen sind, die Stolpersteine in Köln zu reinigen. „Es ist unsere Aufgabe, das Geschehene vor dem Vergessen zu bewahren, der Geschichtsklitterung und der Schlussstrichmentalität durch Aufklärung vorzubeugen sowie die Erinnerungskultur fortzuschreiben, die unser Land und unsere Demokratie prägt. Die Stolpersteine tragen ihren Teil dazu bei. Und sie erreichen noch etwas: Sie bekräftigen uns, eine klare Haltung gegen Hass, Hetze und Gewalt einzunehmen, um weitere Opfer von Rassismus zu vermeiden“, betont Oberbürgermeisterin Henriette Reker.

In Zusammenarbeit mit den Institutionen und Vereinen NS-Dokumentationszentrum, EL-DE- Haus e.V; Kölner Lesben- und Schwulentag e.V.; Kölnische Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit e.V.; Liberal-jüdische Gemeinde Gescher LaMassoret e.V., Maro Drom e.V.; Rom e.V. sowie der Synagogen-Gemeinde Köln werden viele Ereignisse rund um die Aktion „Glanz statt Hetze“ stattfinden. Die Vertreter der Vereine möchten diese „wertvollen und wichtigen Erinnerungsmale“ wieder zum Glänzen bringen.

Über den Hashtag #glanzstatthetze kann jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer Bilder und Stories von glänzenden Stolpersteinen mit anderen teilen, sodass der Glanz und damit auch die Erinnerung über Köln hinaus sichtbar gemacht werden kann. Eine Putzanleitung und weitere Informationen sind abrufbar unter https://www.stadt-koeln.de/stolpersteine/ und www.stolpersteine.eu .

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Quelle: Stadt Köln, Bildrechte: KNJ/Martina Uckermann

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Sie erklären sich mit der Speicherung und Veröffentlichung der eingegebenen Daten bis zur vollständigen Löschung des Kommentars einverstanden. Der verfasste Kommentar erscheint nicht sofort, sondern erst nach Prüfung und Freigabe durch einen Administrator. Die Einwilligung kann jederzeit z. B. formlos per E-Mail widerrufen werden. Kontakt & Details siehe Datenschutzerklärung

Diese Seite verwendet Cookies, um die Nutzerfreundlichkeit zu verbessern. Mit der weiteren Verwendung stimmst du dem zu. Datenschutzerklärung