Städtischer Verkehrsservice im Weihnachtsverkehr 2019

Städtischer Verkehrsservice im Weihnachtsverkehr 2019

Für die Adventszeit empfiehlt die Stadt P+R, Verkehrskalender und Parkleitsystem

Gerade in der Vorweihnachtszeit erwartet Köln eine große Anzahl an Besuchern, sowohl aus dem Ausland als auch aus der näheren Umgebung. Um in diesen Wochen an den Haupteinkaufstagen den Verkehrsfluss in der Kölner Innenstadt aufrecht zu erhalten, sieht das Amt für Verkehrsmanagement auch in diesem Jahr wieder etliche verkehrslenkende und verkehrsführende Maßnahmen vor.

Zur Verbesserung des Verkehrsflusses dürfen grundsätzlich in der Vorweihnachtszeit keine neuen Baumaßnahmen auf Hauptverkehrsstraßen und auf stark frequentierten Geschäftsstraßen in der Innenstadt in Angriff genommen werden. Diese Regelung gilt bereits seit Mitte November. Tagesbaustellen werden nur in Notfällen genehmigt. Arbeiten, die keinen Aufschub dulden, müssen in den verkehrsschwachen Zeiten, beispielsweise nachts, vorgenommen werden.

Wegen des an den Tagen vor Weihnachten in der Innenstadt zu erwartenden hohen Verkehrsaufkommens muss die Stadt über die geplanten Vorkehrungen hinaus gegebenenfalls auch besondere, zeitlich befristete Eingriffe in den Verkehr vornehmen. So kann eine erheblich erhöhte Verkehrsbelastung auch dazu führen, dass die Benutzung einzelner Straßen oder Straßenabschnitte für den Kraftfahrzeugverkehr zeitweise beschränkt oder ganz untersagt werden muss.

Viele Reisebusse an den Wochenenden 

Mit erhöhtem Verkehrsaufkommen ist insbesondere an den Freitagen und Samstagen vor Weihnachten rund um den Hauptbahnhof zu rechnen. Im Vorjahr wurden an den Adventswochenenden jeweils bis zu 400 Reisebusse aus dem In- und Ausland registriert.

Auch in diesem Jahr werden wieder tausende Besucher der Innenstadtgeschäfte und der großen Weihnachtsmärkte Alter Markt/Heumarkt, Roncalliplatz/Dom, Neumarkt, Rudolfplatz, vor dem Schokoladenmuseum, im Stadtgarten an der Venloer Straße und auf dem Gay-Christmas-Market zwischen Hahnen- und Schaafenstraße erwartet.

Erneut Shuttle-Service vom Busterminal Komödienstraße nach Deutz

Die Reisebusse werden in diesem Jahr nochmals größtenteils den Busterminal Komödienstraße anfahren. Die Komödienstraße wird deshalb in diesem Jahr letztmalig jeweils samstags (ab 30. November) zur Einbahnstraße in Richtung Tunisstraße. Dort wird es dann aus Verkehrssicherheitsgründen von 8 bis etwa 20 Uhr Sperrungen für den Pkw-Verkehr geben.

Die Reisebusse sollen samstags nach Ausstieg der Fahrgäste am Haltepunkt Komödienstraße auf den Messeparkplatz P 22 nach Deutz weiterfahren, wo die Busse bis zur Rückreise abgestellt werden können. Um die verkehrlichen Belastungen des Abreiseverkehrs im Bereich rund um den Dom möglichst gering zu halten, wird nach den guten Erfahrungen aus den vergangenen Jahren auch in diesem Jahr ein Shuttle-Service eingerichtet, mit dem die Köln-Besucher zu ihren Bussen nach Deutz gebracht werden. Damit die Fahrgäste ihre Busse bei Antritt der Rückreise in Deutz einfacher wiederfinden, werden diese auf dem P 22 nach Ländergruppen sortiert.

Ab 14.30 Uhr bis mindestens 20 Uhr werden die Shuttle-Busse in bedarfsgerechtem Takt von der Komödienstraße nach Deutz fahren. Die Kosten für den Service an den vier Samstagen belaufen sich auf insgesamt rund 56.000 Euro. Die Reisebusse werden an den Samstagen nachmittags ab 14.30 Uhr keine Möglichkeit mehr haben, in die Komödienstraße einzufahren.

Die Busfahrer erhalten samstags KVB-Tickets, um kostenlos mit der Straßenbahn in die Stadt und zurück fahren zu können. Für den Kraftfahrzeugverkehr gilt, dass der gesamte Bereich rund um den Hauptbahnhof vor allem freitags und an den Adventswochenenden möglichst gemieden werden sollte.

Montags bis freitags gilt auch eine weitere in den Vorjahren praktizierte Regelung: Nachdem die Fahrgäste in der Komödienstraße ausgestiegen sind, sollen die Busfahrer zum „Buspark Köln“ am Kuhweg nahe der Mülheimer Brücke in Köln-Niehl fahren. Er bietet Platz für gut 80 Reisebusse. Nachmittags werden die Fahrgäste dann wieder in der Komödienstraße abgeholt. Eine weitere Möglichkeit, die Reisebusse abzustellen, nachdem die Gäste in der Komödienstraße ausgestiegen sind, besteht am Rheinufer (Konrad-Adenauer-Ufer), nördlich der „Bastei“.

Neben Mitarbeitern von KölnTourismus, dem Amt für Verkehrsmanagement und dem Amt für öffentliche Ordnung werden im Bereich der Komödienstraße in diesem Jahr auch wieder externe Ordnungskräfte zur Unterstützung der Verkehrslenkung im Einsatz sein. Eine besondere Unterstützung wird in diesem Jahr durch Verkehrskadetten geleistet. Dabei handelt es sich um junge Leute, die sich in der Jugendabteilung der Verkehrswacht e.V. Köln engagieren, in Fragen der Verkehrssicherheit ausgebildet wurden und Ereignisse, Veranstaltungen und besondere Einsätze unterstützen.

Vorher informieren: Verkehrskalender, Leitzentrale, Lokalfunk

Auch im diesjährigen Weihnachtsverkehr können Verkehrsteilnehmer alle aktuellen Informationen zur Verkehrssituation in Köln aus dem „Verkehrskalender“ im Internet abrufen. Das Online-Portal www.stadt-koeln.de/verkehrskalender gibt umfassend Auskunft über bestehende oder zu erwartende Verkehrseinschränkungen auf den Hauptverkehrsadern. Hier sollten sich Autofahrer für einen bestimmten Tag oder am Tag selber vor Antritt der Fahrt einen Überblick verschaffen über aktuelle Verkehrsbehinderungen (News-Ticker), Einschränkungen durch Großbaustellen oder Veranstaltungen in Köln sowie über die aktuelle Auslastung der Parkhäuser, um die Innenstadt entspannt zu erreichen.

Im Amt für Verkehrsmanagement ist die Verkehrsleitzentrale zur Koordinierung und Steuerung aller verkehrlichen Maßnahmen in Betrieb. Über die Verkehrssituation in der Innenstadt geben die Mitarbeiter der Verkehrsleitzentrale auch telefonisch Auskunft: Die Zentrale ist üblicherweise montags bis freitags von 7.30 Uhr bis 17 Uhr besetzt. An den Adventssamstagen ist sie auch von 10 bis circa 19 Uhr für jedermann erreichbar. Die Rufnummer lautet 0221 / 221-27000.

Die Verkehrsleitzentrale ist direkt mit Radio Köln, Radio Erft und RPR verbunden. Falls erforderlich wird der Lokalfunk über UKW 107,1 MHz beziehungsweise 105,8 MHz Verkehrshinweise senden, über die Parkraumsituation in der Innenstadt informieren und Tipps geben, wie man am besten in die City kommt; RPR sendet über die UKW-Frequenz 103,5 MHz. Verkehrsinformationen können zusätzlich auch aus dem Internet unter www.koeln.de/verkehr abgerufen werden.

LED-Vario-Tafeln und Parkleitsystem beachten

Für Autofahrer ist es ratsam, die Hinweise auf den neuen LED-Vario-Tafeln des Kölner Verkehrsleit- und Informationssystems zu beachten. Angezeigt werden dort Informationen zum fließenden Verkehr, zu P+R-Plätzen und zur Auslastung der Parkquartiere sowie auf Baustellen und Veranstaltungen aller Art. Parkplatz suchenden Autofahrern im Bereich der Innenstadt wird dringend empfohlen, sich am Parkleitsystem zu orientieren. Die Gesamtkapazität aller an das Parkleitsystem angeschlossenen Parkhäuser beträgt mehr als 22.000 Stellplätze.

Das Anfahren einzelner Parkhäuser lohnt sich allerdings nur dann, wenn das Parkleitsystem auch noch genügend freie Parkplätze ausweist. Autofahrer, die dennoch bereits überfüllte Parkhäuser anfahren und vor den Zufahrten warten, blockieren den fließenden Verkehr. Damit tragen sie erheblich zu Staus in der City und zu vermeidbaren Umweltbelastungen bei, ganz abgesehen von der eigenen, verlängerten Anreisezeit.

Die Parkhäuser auf den Ringen, in Deutz und die Tiefgarage Rheinauhafen

Die Erfahrungen der letzten Jahre haben gezeigt, dass selbst bei hoher Parkraumauslastung in der City – insbesondere in den Bereichen der beiden Parkquartiere Dom/Rhein und Neumarkt – die Parkhäuser an den Ringen immer noch über große Restkapazitäten verfügen. Autofahrer werden daher gebeten, auch die „Ring-Parkhäuser” Maastrichter Straße, Alte Wallgasse, Im Klapperhof, Rudolfplatz, Mediapark, Sparkasse KölnBonn und Kaiser-Wilhelm-Ring verstärkt zu nutzen.

Knapp 1.200 Parkplätze bietet das rund um die Uhr geöffnete Parkhaus Mediapark. Es ist für die aus Richtung Norden kommenden Autofahrer wegen der guten verkehrlichen Anbindung besonders attraktiv. Fußgänger erreichen von dort in rund 10 bis 15 Minuten die City. Auch das Parkhaus im Geschäftshaus DuMont-Carré mit rund 450 Plätzen und das Gerling Ring-Karree am Friesenplatz mit 300 öffentlichen Plätzen sind sinnvolle Alternativen.

Neben den bekannten Parkhäusern im Zentrum stehen im rechtsrheinischen Parkquartier Deutz auch in den Parkhäusern der Lanxess-Arena und in den Köln-Arcaden in Kalk tagsüber gut 3.000 weitere Parkplätze zur Verfügung. Außerdem kann auf 1.600 Stellplätzen in der Tiefgarage „Rheinauhafen“ geparkt werden. Gerade für die Besucher des Weihnachtsmarktes am Schokoladenmuseum ist die Tiefgarage „Rheinauhafen“ optimal. Die Anfahrt für die Besucher erfolgt am besten in Höhe des Bayenturms.

Parkticket ziehen und kostenlos Bahn fahren

Die Besucher der Parkhäuser an der Lanxess-Arena, der Tiefgarage Kaiser-Wilhelm-Ring und des Park+Ride Hauses Vorst in Marsdorf können mit ihrem Parkticket an den vier Samstagen vor Weihnachten (30. November, 7., 14. und 21. Dezember 2019) mit bis zu fünf Personen im Stadtgebiet Busse, Stadt- und S-Bahnen nutzen. Dabei dient das Parkticket an diesen Tagen auch als Fahrschein. Aus Deutz fahren neben zahlreichen S-Bahnen die Stadtbahnlinien 1, 3, 4 und 9 direkt in die linksrheinische Innenstadt. Von der Tiefgarage Kaiser-Wilhelm-Ring fahren die Stadtbahn Linien 12 und 15 in die City und von der Parkpalette Haus Vorst in Marsdorf geht es mit der Stadtbahn Linie 7 ins Geschäftszentrum der Innenstadt. Dieses Angebot verspricht eine Entlastung des Autoverkehrs insbesondere für Anreisende aus dem Erftkreis und der Eifel.

Plätze in Parkhäusern günstiger als entlang der Straße

Aufgrund des Bewohnerparkens und der flächendeckenden Parkraumbewirtschaftung stehen in der Innenstadt im öffentlichen Straßenland für Pkw nur noch gebührenpflichtige Kurzzeitparkplätze (Höchstparkdauer maximal vier Stunden) zur Verfügung. Insbesondere im Bereich der City sollten die Parkplatz suchenden Autofahrer deshalb unbedingt Parkhäuser ansteuern, zumal das Parken dort in der Regel günstiger ist als entlang der Straße, ganz abgesehen von der in Parkhäusern üblichen unbegrenzten Parkdauer.

20.000 Parkplätze an P+R-Anlagen

Demjenigen, der die Parkplatzsuche ganz vermeiden möchte, wird empfohlen, von dem umfangreichen P+R-Angebot Gebrauch zu machen. Im Gebiet des Verkehrsverbundes Rhein-Sieg stehen rund 150 P+R-Anlagen mit über 20.000 Parkplätzen zur Verfügung.

Hier die wichtigsten und größten Kölner P+R-Plätze:

P+R-Platz                              Stellplätze     Linien

Bocklemünd                           278 Plätze       KVB 3 und 4

Brück Mauspfad                    375 Plätze       KVB 1

Dellbrück                                483 Plätze       DB S11

Frankfurter Straße                 134 Plätze       DB S13

Marsdorf „Haus Vorst“           621 Plätze       KVB 7

Porz-Wahn                             298 Plätze       DB S12, S13 und S19

Rheinenergiestadion  600 Plätze       KVB 1

Stammheim                           200 Plätze       DB S6

Thielenbruch                          171 Plätze       KVB 3 und 18

Weiden West              650 Plätze       KVB 1, DB S12 und S 13

 

Zusätzlicher Verkehrsservice der Stadt Köln

Erneut werden in diesem Jahr in der Innenstadt an allen Adventssamstagen (30. November bis 21. Dezember) als besonderer Verkehrsservice des Amtes für Verkehrsmanagement so genannte „Stadt-Engel“ als Verkehrsberaterinnen und Verkehrsberater eingesetzt. Sie informieren die Autofahrerinnen und Autofahrer vor Ort darüber, welche Parkhäuser am besten anzufahren sind.

Gerne beantworten sie auch alle anderen Fragen rund um das Thema Verkehr und Erreichbarkeit. Zudem geben sie touristische Hinweise zu den Einkaufsstraßen oder Weihnachtsmärkten in Köln. Mit dieser ergänzenden Form der individuellen Verkehrsinformation vor Ort soll ein weiterer Beitrag zur Entspannung der Verkehrssituation in der Innenstadt geleistet werden.

Weitere Verkehrsinformationen zur Adventszeit gibt die Stadt Köln auf ihrer Internetseite www.stadt-koeln.de/adventsverkehr.

 

 

 

 

 

Quelle: Stadt Köln, Bildrechte: KNJ/Martina Uckermann

 

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