Tipps: Was Mütter beim Abstillen beachten sollten

Tipps: Was Mütter beim Abstillen beachten sollten

Wann ist der richtige Zeitpunkt zum Abstillen? Die Abstillversuche führen zu Schreidramen beim Kind? Wie entwöhnt man das Kind vom nächtlichen Stillen? Fragen, die stillende Mütter beschäftigen. „Wichtig ist, dass Sie als Mutter kein schlechtes Gewissen haben, wenn Sie abstillen möchten“, sagt Still- und Laktationsberaterin Anja Bier.

Die Frage nach dem richtigen Zeitpunkt

Bringt das Kind durch Schreien zum Ausdruck, mit den Abstillversuchen der Mutter nicht einverstanden zu sein, kann das für ein paar Tage oder auch für zwei, drei Wochen eine schwierige Zeit sein. „In guter, inniger Bindung miteinander können Mutter und Kind Alternativen zum Stillen finden“, erklärt Anja Bier. „Es hilft, wenn Ihr Partner oder andere Menschen Sie unterstützen, sich dann zeitweise um das Kind kümmern und trösten.“

Viele Mütter fragen sich auch, wann der richtige Zeitpunkt zum Abstillen ist. „Die Weltgesundheitsorganisation WHO rät, ein halbes Jahr ausschließlich zu stillen, dann die Beikost einzuführen, aber bis zu einem Alter von zwei Jahren weiter zu stillen und darüber hinaus – wenn gewünscht“, sagt Bier. Das natürliche Abstillalter liege im Alter von zwei bis vier Jahren oder noch später. „Dann lässt das Bedürfnis nach der Brust nach, und Abstillen funktioniert oft vergleichsweise mühelos“, so Biers Erfahrung. „Auf jeden Fall sollten Sie sich zu nichts drängeln lassen. Wichtig ist, dass Sie sich mit Ihrer Entscheidung wohlfühlen.“

Beim Abstillen hilft, die Brust zu kühlen

Von abruptem Abstillen rät Bier ab: „Das Kind kann sich nicht daran gewöhnen, die Brust kann die Milchmenge nicht natürlich reduzieren, wird prall und schmerzt.“ Wichtig sei dann, mit der Hand oder einer Pumpe regelmäßig nur so viel Milch zu entleeren, dass die Brust entlastet wird, aber nicht mehr, denn das würde die Milchproduktion aufrechterhalten. Es hilft auch, die Brust zu kühlen. „Medikamente zum Abstillen sind nicht empfehlenswert“, unterstreicht Still- und Laktationsberaterin Anja Bier. „Sie haben teils starke Nebenwirkungen und wirken auch nur in den ersten Wochen des Stillens effektiv.“

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Quelle: „Baby und Familie“, Archivbild/Pexels

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