Gibt es doch noch ein Zurück zu den Geißböcken für Lukas Podolski? Der Weltmeister von 2014, der bis Januar 2020 bei Vissel Kobe in Japan unter Vertrag steht, soll das Interesse an der alten Heimat beim 1. FC Köln nie verloren haben. Der Zeitrahmen gibt Köln auch Spielraum, nicht nur den Wiederaufstieg in die 1. Bundesliga zu schaffen – derzeit liegen die Kölner mit einem Punkt hinter Mitabsteiger HSV auf Tabellenplatz zwei in der 2. Bundesliga, sondern sich dort auch wieder als ernst zu nehmende Größe zu etablieren.

Der 33 Jahre alte Mittelstürmer Podolski, der seine Karriere 1995 beim 1. FC Köln in der Jugendabteilung gestartet hatte und zuletzt zum Ende der Saison 2011/2012 für den Verein aufgelaufen war, hat am Rhein noch immer viele Fans. 181 Bundesligaspiele hat er für den Verein hinter sich. Obwohl er die größten Erfolge seiner Karriere bei Bayern München und bei Arsenal erzielt hat, ist Köln für ihn Heimat. Eine Eisdiele und eine Döner-Restaurant gehören ihm hier.

Auch für seine Monika, die seit 2004 an der Seite von Lukas Podolski ist und seit 2010 offiziell zu den Spielerehefrauen gehört und die gemeinsamen Kinder hat die Rheinmetropole besondere Bedeutung. Während Podolskis Zeit bei Arsenal in England blieb die gelernte Kosmetikerin mit dem Nachwuchs in Köln wohnen. Für den Wechsel nach Japan kam allerdings eine Trennung der Familie nicht in Frage. Monika Podolski folgte ihrem Lukas samt Sohn Louis und Töchterchen Maya.

In seinem neuen Verein ist der Mittelstürmer hervorragend aufgenommen worden. Dafür bedankte er sich mit einer beachtlichen Anzahl von Toren, die unter anderem eine über sieben Spiele anhaltende Pechsträhne von Vissel Kobe beendete. So sehr ihm das Kicken in Japan auch gefällt, den Gedanken an eine Rückkehr ins RheinEnergieStadion hat er nicht aufgegeben. Bevor seine aktive Karriere endet, würde er gern wieder das Kölner Trikot tragen, wenn der Verein denn wieder erstklassig wird. Dafür stehen die Zeichen gut. Nicht nur die Fans, auch die meisten Erxperten waren sofort nach dem niederschmetternden Abstieg am Ende der Saison 2017/2018 von einem sofortigen Wiederaufstieg des Traditionsvereins überzeugt.

Der Club ging nicht nur als absoluter Favorit in der 2. Bundesliga an den Start, er überstand sogar unerwartete Niederlagen ohne Verlust der Spieler- oder Fanmoral. Nach mittlerweile 18 Begegnungen hat die Mannschaft genau wie der HSV elf Siege errungen. Die Hamburger liegen zwar einen Punkt vor den Geißböcken, aber dafür führen die Kölner mit großem Abstand, was die Torbilanz anbelangt. In Heimspielen trafen die Spieler 28 Mal ins Netz, und Auswärts gab es 19 Treffer zugunsten der Kölner. Der HSV hat lediglich 25 Tore geschossen.

Insofern wäre eine Wiederverpflichtung von Podolski auch eine Chance, gemeinsam zu alten Glanzzeiten zurückzukehren.

 

 

 

 

 

Quelle: World of Words, Bildrechte: Lukas Podolski/Instagram