Zukunftssicher bauen: Das KfW-Effizienzhaus

Zukunftssicher bauen: Das KfW-Effizienzhaus

Der Klimawandel und die damit einhergehenden Veränderungen stellen die Menschen in den kommenden Jahren vor enorme Herausforderungen. Wie in so vielen anderen Bereichen auch, gilt es vor allem ein Umdenken im Bauen zu erwirken. Nachhaltige und effiziente Gebäudearchitektur ist die Grundvoraussetzung für ökologisches und energieeffizientes Wohnen. Ein Beispiel für modernes Bauen ist beispielsweise das KfW-Effizienzhaus.

Was genau ist ein KfW-Effizienzhaus?

Ein KfW-Effizienzhaus ist kein Musterhaus, sondern vielmehr ein Gebäude, welches ganz bestimmten Standards in Bezug auf die Energieeffizienz erfüllt. Entwickelt wurden diese Standards von der Kreditanstalt für Wiederaufbau. Hauptkriterien zur Einstufung zu einem KfW-Effizienzhaus sind der jährliche Primärenergieverbrauch sowie der Wärmeverlust, der durch die Gebäudehülle entweichen kann. Für beide Referenzgrößen hat die Bundesregierung Höchstwerte festgelegt, welche bei Neubauten unbedingt eingehalten werden müssen. Diese Werte sind in der Energieeinsparverordnung (EnEV) festgelegt. Es gibt insgesamt 8 unterschiedliche Standards für KfW-Effizienzhäuser:

 KfW-Effizienzhaus 40 (Neubau)
 KfW-Effizienzhaus 40plus (Neubau)
 KfW-Effizienzhaus 55 (Neubau / Bestandsimmobilie)
 KfW-Effizienzhaus 70 (Bestandsimmobilie)
 KfW-Effizienzhaus 85 (Bestandsimmobilie)
 KfW-Effizienzhaus 100 (Bestandsimmobilie)
 KfW-Effizienzhaus 115 (Bestandsimmobilie)
 KfW-Effizienzhaus Denkmal (Bestandsimmobilie)

Die Bezeichnungen leiten sich aus einer einfachen Rechnung ab. Die jeweiligen Zahlenwerte geben immer den Primärenergiebedarf an, die jährlich für das jeweilige Gebäude anfällt. Je kleiner die Zahl, desto geringer ist der Energiebedarf. Als Referenzwert dient dabei sie 100, ein KfW-Effizienzhaus 100 entspricht dabei genau den Vorgaben der Energieeinsparverordnung. Ein KfW-Effizienzhaus 40 hingegen verbraucht nur 40 Prozent der Energie eines KfW-Effizienzhaus 100. Je niedriger der Wert, desto mehr finanzielle Unterstützung in Form von Zuschüssen können zukünftige Bauherren erwarten.

Wie können entsprechende Werte erzielt werden?

Es gibt eine ganze Reihe von anlagentechnischen sowie baulichen Maßnahmen, mit welchen die Vorgaben der EnVN umgesetzt werden können. Zum einen dienen sich diese Maßnahmen der Verbesserung der Energieeffizienz, zum anderen auch dem Einsatz von regenerativen Energien. Als Beispiel hier einmal die Anforderungen an ein KfW-Effizienzhaus 55:

 besondere Anforderungen an die Außenwand- und Dachdämmung
 Biomasse- oder Holzpelletheizung zur Wärmeerzeugung, alternativ eine Wärmepumpe
 dreifach verglaste Fenster
 Trinkwassererwärmung mittels Solaranlage

Die Maßnahmen können beliebig erweitert werden.

Wie Förderung beantragen?

Wer sich für den Bau eines energieeffizienten Neubaus oder der Sanierung einer Bestandsimmobilie nach den Kriterien der EnEV interessiert sollte frühzeitig mit der Kreditanstalt für Wiederaufbau in Kontakt treten. Das eigens eingerichtete Zuschussportal im Netz bietet hier eine erste Anlaufstelle. Darüber hinaus findet man unter folgendem Link weitere Informationen rund um das KfW-Effizienzhaus.

Wer in der heutigen Zeit für einen Neubau oder die Sanierung eines Altbaus plant, sollte sich mit dem Aspekt der Energieeffizienz möglichst ausführlich auseinandersetzen. Ein energieeffizientes Haus ermöglicht es langfristig die monatlichen Fixkosten für Energie und Heizung zu senken, insbesondere, wenn man das Ganze mit erneuerbaren Energieformen wie Solarkraft ergänzt. Auch nachträglich lässt sich die Energieeffizienz mit entsprechenden Maßnahmen verbessern. Im besten Fall informiert man sich über entsprechende Maßnahmen und Fördermöglichkeiten frühzeitig, die Planung eines Neubaus aber auch die Sanierung eines Altbaus ist in der Regel mit einigem zeitlichen Aufwand verbunden.

 

 

 

 

 

 

 

Quelle: News factory, Bildrechte: KNJ/Martina Uckermann

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