Am frühen Sonntagabend des 10. April hat eine mutmaßlich kurdische Personengruppe einen türkischstämmigen Siegburger (38) im Kölner Ortsteil Mülheim massiv angegriffen. Aufgrund seiner hierbei erlittenen Verletzungen musste der 38-Jährige in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Das Auto des Überfallenen wurde bei dem Übergriff völlig zertrümmert.

 

Eigenen Angaben zufolge war der Geschädigte gegen 19.15 Uhr in seinen an der Keupstraße geparkten Pkw Audi TT eingestiegen. Plötzlich rissen daraufhin zwei Männer links und rechts die Fahrzeugtüren auf und droschen mit Händen und Füßen auf den Überraschten ein. Kurz nachdem das Duo von ihm abgelassen hatte, näherte sich dann aus Richtung Bergisch Gladbacher Straße kommend eine große Personengruppe dem Auto. Laut Angaben des Geschädigten rief die etwa 50-köpfige Gruppe kurdische Parolen.

 

Der TT-Fahrer versuchte noch zu wenden, um den Angreifern in Richtung Schanzenstraße zu entkommen. Das gelang ihm jedoch nicht mehr. Wiederum rissen die Aggressoren die Türen auf, droschen massiv auf den Fahrer ein und versuchten gewaltsam, ihn aus dem Auto zu zerren. Gleichzeitig wurde auch der Wagen von allen Seiten mit Steinen und Holzlatten traktiert. Anschließend flüchteten die Angreifer zu Fuß in Richtung Bergisch Gladbacher Straße.

 

Hinzugerufene Polizeikräfte trafen den erheblich Verletzten neben dem Autowrack an. Nach aktuellem Kenntnisstand hatte der Mann unter anderem eine Gehirnerschütterung und multiple Prellungen erlitten. Im Rettungswagen wurde der 38-Jährige zur stationären Behandlung in eine Klinik gefahren. Aufgrund eines gegen ihn vorliegenden Haftbefehls wurde der Mann zudem festgenommen. Sein Auto, in dem eine offenbar von den Angreifern verwandte Metallstange sichergestellt wurde, musste abgeschleppt werden.

 

Die Kölner Kriminalinspektion Staatsschutz hat Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung und Landfriedensbruchs eingeleitet.

 

Quelle: Polizei Köln, Archivbild