Aus Anlass des Internationalen Tags zur Abschaffung der Tierversuche (24.04.) lädt die Arbeitsgruppe Köln des bundesweiten Vereins Ärzte gegen Tierversuche am Samstag, 23. April ab 10 Uhr auf dem Vorplatz der Severinskirche /  Südstadt zu einem Aktionstag mit Infoständen ein. Im Mittelpunkt des Gedenk- und Aktionstages stehen dieses Jahr besonders leidvolle Tierversuche, die nach dem Willen der EU verboten sind, in Deutschland jedoch uneingeschränkt stattfinden.

 

„Unter dem Deckmantel der Depressionsforschung müssen Ratten und Mäuse bis zur Erschöpfung schwimmen oder werden bis zur Hilflosigkeit mit Elektroschocks traktiert.“, erläutert Claus Kronaus, Geschäftsführer des Vereins Ärzte gegen Tierversuche. Nach der neuen EU-Tierversuchsrichtlinie gelten derartige Versuche als mit schwerem Leid für die Tiere verbunden und sind grundsätzlich verboten. Damit will die EU eine Schmerz-Leidens-Obergrenze festlegen, ab der ein Tierversuch schon aus ethischen Gründen nicht mehr stattfinden darf, was die Bundesregierung jedoch ignoriert.

 

Der Aktionstag in Köln wird über diese und andere Versuche aufklären. Die AG Köln freut sich über die Teilnahme von Simone Sombecki, bekannt aus der WDR-Fernsehsendung „Tiere suchen ein Zuhause“, die ab 11 Uhr gemeinsam mit Claus Kronaus in mehreren Frage-Antwort-Runden das schwierige Thema angehen wird. Es wird ausdrücklich dazu eingeladen, Fragen zu stellen.

 

Mit dem bundesweiten Aktionstag in über 20 Städten will der Verein Ärzte gegen Tierversuche erreichen, dass Deutschland das EU-Verbot ausnahmslos umsetzt und nicht weiter gegen das Staatsziel Tierschutz sowie EU-Recht verstößt. Die Ärztevereinigung hat zahlreiche Beispiele von Tierversuchen aus deutschen Laboren enthüllt und publik gemacht, die vor geltendem Recht nicht genehmigungsfähig sind.

 

So werden am Institut für Molekulare Psychiatrie der Universität Bonn Mäuse wochenlang Stressversuchen ausgesetzt: sie werden unter anderem fixiert, Lichtblitzen sowie Nahrungs- und Wasserentzug ausgesetzt. Vor, während und nach der Stressperiode wird der so genannte forcierte Schwimmtest oder Verzweiflungstest durchgeführt, bei dem eine Maus in einen mit Wasser gefüllten Behälter gesetzt wird, aus dem es kein Entkommen gibt. Mäuse, die früh aufhören zu schwimmen, gelten als depressiv.

 

Aktionstag in Köln:

Wo: Vorplatz der Severinskirche / Südstadt

Wann: 23.04.2016,  10-18 Uhr

 

Weitere Information:

Aktionen zum Internationalen Tag zur Abschaffung der Tierversuche unter www.tag-zur-abschaffung-der-tierversuche.de.

Infos auch unter www.schwimmen-bis-zur-verzweiflung.de.

 

Tierversuche in Köln und Bonn:

www.aerzte-gegen-tierversuche.de/images/infomaterial/koeln.pdf

www.aerzte-gegen-tierversuche.de/images/infomaterial/bonn.pdf

www.aerzte-gegen-tierversuche-koeln.de.

 

Über die AG Köln:

 

Die Arbeitsgruppe Köln gründete sich 2012 und arbeitet eng mit der Zentrale des Vereins Ärzte gegen Tierversuche zusammen. Sie veranstaltet Informationsstände, Vorträge und andere Aktionen, besonders in und um Köln. Die AG möchte die Menschen damit über die Unsinnigkeit Tierversuch aufklären sowie den Druck für den überfälligen Wechsel verstärken: hin zu einer fortschrittlichen Forschung, die von Vorsorgemaßnahmen über Bevölkerungsstudien bis zu tierversuchsfreien Hightech-Verfahren viele Möglichkeiten umfasst.

 

Über die Vereinigung Ärzte gegen Tierversuche e.V.:

 

Die Vereinigung Ärzte gegen Tierversuche e.V. besteht seit 1979 und ist ein bundesweiter Zusammenschluss aus Ärzten, Tierärzten und Naturwissenschaftlern, die Tierversuche aus ethischen und wissenschaftlichen Gründen ablehnen. Der Verein engagiert sich für eine moderne, humane Medizin und Wissenschaft ohne Tierversuche, die sich am Menschen orientiert und bei der Ursachenforschung und Vorbeugung von Krankheiten sowie der Einsatz tierversuchsfreier Forschungsmethoden im Vordergrund stehen.

 

Quelle: Ärzte gegen Tierversuche e.V. – AG Köln, Archivbild