Neue „Radschleuse“ am Rudolfplatz, 36 weitere Abstellmöglichkeiten für Räder

Aktuell sind die vorbereitenden Arbeiten zur fahrradfreundlichen Umgestaltung der Aachener Straße stadtauswärts in vollem Gang. Wie durch den Verkehrsausschuss beschlossen, soll die rechte der beiden Kfz-Fahrspuren zwischen Brabanter Straße und Eisenbahnring in einen breiten Radfahrstreifen umgewandelt werden. Außerdem soll eine Radschleuse (Überweg vom baulichen Radweg auf die Fahrbahn) am Rudolfplatz eingerichtet werden. Diese soll Radfahrer*innen das Verlassen des baulichen Radwegs auf die Fahrbahn erleichtern.

Aktuelle Maßnahmen

Dafür wird derzeit die bisherige Fläche für Taxis vor der Hahnentorburg umgebaut. Der vor der Pfeilstraße endende Radweg wird über die Pfeilstraße hinweg verlängert und an die bisherige Taxibucht angeschlossen. Mithilfe einer Bordsteinabsenkung ist es Radfahrer*innen zukünftig möglich, auf die Fahrbahn zu wechseln und die bestehende Radaufstellfläche vor dem Ring zu erreichen. Davon werden auch zu Fuß Gehende profitieren. So müssen sie sich die knappe Fläche an der Kreuzung Hahnenstraße/Hohenzollernring nicht mehr mit den vielen Radfahrer*innen teilen, die auf der Achse Hahnenstraße/Aachener Straße unterwegs sind.

Eine neue Haltefläche für Taxis wird in den nächsten Wochen im Bereich der Schrägparkplätze vor der Hahnenstraße Hausnummer 18 eingerichtet. Weiterhin wird die zulässige Höchstgeschwindigkeit abschnittsweise auf 30 km/h reduziert, um ein einheitlicheres Geschwindigkeitsniveau des Rad- und Kfz-Verkehrs während der Ausschleusung zu erzielen und die Verkehrssicherheit für den auf die Fahrbahn wechselnden Radverkehr zu erhöhen. Für die Einführung von Tempo 30 im Abschnitt ist eine Anpassung der Ampelanlage notwendig, die im Zuge der Arbeiten umgesetzt wird. Die Arbeiten an der Pfeilstraße sollen in den kommenden Wochen abgeschlossen werden.

Einige vorbereitende, bauliche Maßnahmen im weiteren Verlauf der Verbindung sind bereits abgeschlossen. So wurden schon neue Ständer für insgesamt 36 Fahrräder an der Aachener Straße geschaffen. Darüber hinaus wurden weitere Fahrradständer als Ersatz alter Abstellanlagen montiert. Zur im Herbst vorgesehenen Markierung des Radfahrstreifens musste außerdem ein Baumbeet verlegt sowie der Bordstein auf Höhe der Mittelallee der Moltkestraße versetzt werden.

Mit Umsetzung des Radfahrstreifens werden Anpassungen an den Ampelanlagen vorgenommen und sämtliche Kurzzeitparkplätze auf der Nordseite der Aachener Straße zwischen Brabanter Straße und Moltkestraße entfernt. Sie werden in nachts für Anwohner freigegebene Ladezonen umgewandelt.

Zum Hintergrund

Die Maßnahme ist Teil des Radverkehrskonzepts Innenstadt und wurde im April 2020 vom Verkehrsausschuss beschlossen (Planungsbeschluss siehe https://ratsinformation.stadt-koeln.de/vo0050.asp?__kvonr=93922). Ende 2020 hatte die Stadt Köln den Verkehrsausschuss und die Bezirksvertretung Innenstadt mit einer Mitteilung über die in 2021 geplanten Baumaßnahmen zur fahrradfreundlichen Umgestaltung der Aachener Straße stadtauswärts und am Rudolfplatz informiert. Zuvor hat die Verwaltung in einem gemeinsamen Ortstermin mit der Politik unter Beteiligung des ADFC und der Initiative #RingFrei die geplante Radverkehrsführung vorgestellt und verschiedene Optimierungen in der weiteren Planung berücksichtigt. Die entsprechende Mitteilung kann im Ratsinformationssystem eingesehen werden (https://ratsinformation.stadt-koeln.de/to0050.asp?__ktonr=310068).

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

text – und Bildquelle: Stadt Köln, Fotocredit: Stadt Köln