Ernährung in der Kindheit prägt das Essverhalten für das ganze Leben und ist eine wichtige Präventionsmaßnahme, um Erkrankungen wie Diabetes vorzubeugen. Doch sind die Mahlzeiten, die rund 2,5 Millionen Kindern in der Kita und 7,2 Millionen weiteren in den Schulen angeboten werden, nicht immer gesund. „Einem Gutachten zufolge entspricht die Qualität der Verpflegung in Kitas und Schulen überwiegend nicht den wissenschaftlichen Empfehlungen,“ sagt Stephanie Klein von der Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE).

Schulen sollen sich an Standards orientieren

Die DGE hat Qualitätsstandards für Kitas und Schulen erarbeitet. Diese sehen viel frisches Gemüse und Obst vor sowie viele Vollkorn- und Milchprodukte, wenig Fleisch, Zucker und ungesunde Fette. Der Haken daran: Sie sind freiwillig. Nur Kitas, Schulen und Caterer, die von der DGE zertifiziert sind, müssen die Standards einhalten. Bislang sind das bundesweit gerade einmal 690 Kitas und 593 Schulen. Mittlerweile haben fünf Bundesländer – Berlin, Bremen, Hamburg, Saarland, Thüringen – verankert, dass sich Schulen an den Empfehlungen der DGE orientieren müssen.

Hochwertiges Essen kostet mehr

Wie eine Studie zeigt, sind die Kosten die größte Herausforderung. Hochwertige Produkte zu fairen Prei- sen anzubieten, ist nicht einfach. Dabei wäre gar nicht viel mehr Geld nötig: So erhöhen die Umsetzung des DGE-Qualitätsstandards oder die Verwendung von Bio-Lebensmitteln die Kosten für eine Mahlzeit nur um wenige Cents.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Quelle: „Diabetes Ratgeber“, Archivbild/Pexels