Ist Alkohol in pflanzlichen Arzneimitteln für Kinder schädlich?
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Ist Alkohol in pflanzlichen Arzneimitteln für Kinder schädlich?

Eltern vertrauen gerne auf die Wirkstoffe von Heilpflanzen, sind aber gleichzeitig verunsichert, wenn etwa der Hustensaft für ihre Kinder Alkohol enthält

Wenn es um die Gesundheit geht, greifen die Deutschen gerne zu pflanzlichen Wirkstoffen: Etwa 30 Prozent der Bundesbürger vertrauen Arzneimitteln auf pflanzlicher Basis mehr als chemischen Präparaten, so eine Studie der Gesellschaft für integrierte Kommunikationsforschung. Mehr als ein Drittel der Eltern setzt bei der Medikation ihrer Kinder auf Phythotherapie. Doch ist der in vielen Pflanzenmedikamenten enthaltene Alkohol schädlich für die Kleinen?

In der Pflanzenmedizin hat sich Alkohol bewährt

Damit die Wirkstoffe einer Heilpflanze in einen Saft oder in Tropfen gelangen können, braucht es sogenannte Extraktionsmittel, die die Inhaltsstoffe aus den Pflanzenbestandteilen herauslösen. “In der Pflanzenmedizin hat sich Alkohol gut bewährt”, erklärt Apothekerin Margit Schlenk aus Nürnberg. Viele Eltern haben allerdings ein ungutes Gefühl, wenn der Hustensaft, den ihr Kind schlucken soll, Alkohol enthält. Apothekerin Schlenk kann besorgte Eltern diesbezüglich aber beruhigen: “Eine Einzeldosis des jeweiligen Mittels enthält so wenig Alkohol, dass er für Kleine unbedenklich ist.” In Brot oder Apfelsaft finden sich sogar vergleichbare Mengen. Wer trotzdem auf Nummer sicher gehen will, kann alkoholische Zubereitungen in etwas heißen Tee geben, rät Schlenk. “Durch die Hitze verdampft der Alkohol.” Gut zu wissen: Alkoholfreie Präparate enthalten meist andere Lösungsmittel. Diese seien aber nicht besser als Alkohol und zum Teil sogar weniger gut erforscht, so Apothekerin Schlenk.

Lesetipp: Im Titelthema der aktuellen Ausgabe von “Baby und Familie” erfahren Sie, wie Pflanzenmedizin bei Kindern viele Beschwerden lindern kann, wann pflanzliche Mittel helfen, was Eltern wissen sollten und wo die Phytotherapie ihre Grenzen hat.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Quelle: Wort & Bild Verlag, Baby und Familie, Archivbild/Pexel

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