Köln als „Landungsbrücke“ für israelische Unternehmen

Köln als „Landungsbrücke“ für israelische Unternehmen

OB Reker und OB Huldai vereinbaren eine noch engere Zusammenarbeit

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Köln und Tel Aviv wollen in Zukunft noch enger als bislang zusammenarbeiten. Das haben Oberbürgermeisterin Henriette Reker und Ron Huldai, Oberbürgermeister von Kölns israelischer Partnerstadt Tel Aviv, vereinbart. Bei ihrem ersten Zusammentreffen im Rathaus von Tel Aviv stellten sie fest, dass es eine ganze Reihe von Herausforderungen gebe, die in beiden Städten sehr ähnlich seien – so beispielsweise die Schaffung von mehr bezahlbarem Wohnraum und einem bedarfsgerechten Angebot an Plätzen in Kindergärten und Schulen, aber auch die Erarbeitung zukunftsfähiger Verkehrskonzepte. Ron Huldai betonte: „Ich bin ein großer Freund davon, dass man gute Lösungen voneinander abguckt, statt für alles selbst einen Weg finden zu wollen.“ Auch Henriette Reker bekräftigte, dass ihre Stadt großes Interesse habe, den Austausch mit Tel Aviv zu vertiefen und auf weitere Themenfelder auszudehnen. Sie lud Huldai zu einem baldigen Gegenbesuch ein, den er spontan zusagte.

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Oberbürgermeisterin Henriette Reker besuchte gemeinsam mit Dr. Agnes Klein, Dezernentin für Bildung, Jugend und Sport, und Monika Möller, Mitglied des Rates und Vorsitzende des Vereins zur Förderung der Städtepartnerschaft Köln-Tel Aviv-Yafo, den Kölner Friedenskindergarten im traditionell arabisch- palästinensisch geprägten Stadtteil Yafo (hebräisch) beziehungsweise Jaffa (arabisch). Er wurde 1988 als Geschenk der Stadt Köln an die israelische Partnerstadt errichtet. Das besondere Konzept besteht in der gemeinsamen Erziehung von arabischen (christlichen und muslimischen) und jüdischen Kindern durch Erzieherinnen, die ebenfalls verschiedenen Religionen angehören. Die Kölner Delegation überreichte der Leiterin des Kindergartens einen Scheck über 10.000 Euro – 8.000 Euro aus dem Erlös der „Pro-Cent-Aktion“, für die viele Beschäftigte der Stadtverwaltung Köln monatlich von ihrem Gehalt die Cent-Beträge hinter dem Komma spenden, und 2.000 Euro als Spende des Städtepartnerschaftsvereins.

 

Ein Schwerpunkt des ersten Tel Aviv-Besuchs von Oberbürgermeisterin Henriette Reker lag auf einer engeren wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Köln und Tel Aviv. Kölns Partnerstadt hat sich in den letzten Jahren zur weltweit stärksten digitalen Startup- und TechGründer-Szene außerhalb des Silicon Valley in den USA entwickelt. Henriette Reker, Roland Berger, Leiter der Stabsstelle für Medien- und Internetwirtschaft, und die mitgereisten Kölner Wirtschaftsvertreter loteten bei einem Treffen mit dem Geschäftsführer der Israelisch-Deutschen Industrie- und Handelskammer und der Deutsch- Israelischen Wirtschaftsvereinigung, Grisha Alroi-Arloser, sowie bei Startup- Präsentationen und Gesprächen mit Vertretern des erfolgreichen Innovationszentrums SOSA und israelischen Unternehmern Möglichkeiten von Kooperationen zwischen den Städten Köln und Tel Aviv sowie den jeweils dort ansässigen Unternehmen aus. Reker kündigte an, die notwendigen Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass sich Köln für israelische Unternehmen, die Zugang zum europäischen Markt suchen, als attraktive „Landungsbrücke” erweise.

 

Köln und Tel Aviv sind seit 1979 Partnerstädte und pflegen bereits seit 1960 – fünf Jahre vor Aufnahme von diplomatischen Beziehungen zwischen Deutschland und Israel – einen regelmäßigen Jugendaustausch.

 

Text- und Bildquelle/Bildrechte: Stadt Köln

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