Neue Pflegeausbildung: Mehr Wahlfreiheit und Lohngerechtigkeit – Experte erwartet hohe Nachfrage am Standort NRW
Male caretaker explaining prescription to senior man in bedroom at nursing home; Shutterstock ID 224070352; Projektnummer: Presseinformation Akutschmerz; Sonstige Informationen: Altenfplege

Neue Pflegeausbildung: Mehr Wahlfreiheit und Lohngerechtigkeit – Experte erwartet hohe Nachfrage am Standort NRW

Mehr Wahlfreiheit und Lohngerechtigkeit in der Pflegeausbildung – Experte erwartet hohe Nachfrage am Standort NRW.

Ab 2020: neue generalistische Ausbildung für Gesundheits- und Krankenpflege, Kinderkrankenpflege sowie Altenpflege in den Pflegeschulen Krefeld, Köln und Aachen / TÜV Rheinland Akademie bildet nach neuem Pflegeberufereformgesetz aus / Attraktivitätssteigerung für Pflegeberufsbild
Köln, 27. August 2019. Verzweifelt gesucht: Besonders in der Pflege ist der Fachkräftemangel eklatant. Nun begegnet das neue Pflegeberufereformgesetz dieser Herausforderung mit einer erfolgsversprechenden Reform: Die bisher getrennten Ausbildungen in Krankenpflege, Altenpflege und Kinderkrankenpflege werden zu einer Ausbildung zusammengeführt. Alle Auszubildenden erhalten über zwei Jahre eine gemeinsame, generalistisch ausgerichtete Ausbildung, in der sie einen Vertiefungsbereich in der praktischen Ausbildung wählen. Auszubildende, die im dritten Ausbildungsjahr die generalistische Ausbildung fortsetzen, erwerben den Berufsabschluss „Pflegefachfrau“ beziehungsweise „Pflegefachmann“ und können so künftig in allen Pflegebereichen arbeiten.

Ab April 2020 bietet die TÜV Rheinland Akademie die zukunftsfähige Pflegeausbildung an. Siegfried Schulz-Piasecki, Leiter des Fachseminars für Altenpflege bei der TÜV Rheinland Akademie in Krefeld, erkennt in der Reform einen längst überfälligen Modernisierungsschritt: „Es wurde Zeit, dass sich die Pflegeausbildung an den aktuellen gesellschaftlichen und pflegerischen Veränderungen orientiert.“
Attraktivitätssteigerung für den Pflegeberuf und mehr Vorteile für Absolventen. Der größte Vorteil der Reform: Der einheitliche Abschluss macht flexibel. Die Absolventen sind in der Lage, in jedem Bereich und jeder pflegerischen Abteilung zu arbeiten. „So entstehen unglaublich viele Möglichkeiten bei der Arbeitsplatzwahl und ich kann mich als Absolvent in Altenheimen, der ambulanten Pflege, im Krankenhaus, in Rehabilitationseinrichtungen oder im Bereich Behindertenarbeit bewerben”, erläutert Schulz-Piasecki. Zudem ist der Abschluss innerhalb der EU automatisch anerkannt. Wer sich dennoch auf einen Ausbildungsbereich spezialisieren möchte, kann nach den ersten beiden Dritteln der Ausbildung anstelle des allgemeinen Abschlusses auch einen spezifischen Abschluss in der Altenpflege oder in der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege erwerben. „Um die vielen Möglichkeiten des Pflegeberufs zu nutzen, würde ich mich aber immer für den allgemeinen Abschluss entscheiden“,
rät Schulz-Piasecki.

Diese Flexibilität eröffnet nicht nur mehr Möglichkeiten bei der Arbeitsplatzwahl, sondern steigert auch den Anreiz für höhere Löhne. Ein weiteres Plus: Das Schulgeld entfällt nun auch in den Bundesländern, in denen Auszubildende bisher noch für ihre Ausbildung bezahlen mussten. Neben einer angemessenen Entlohnung gilt es zudem, für attraktive Arbeitsbedingungen zu sorgen,
beispielsweise durch flexible Arbeitszeiten. So wird auch das übergeordnete Ziel verfolgt, dem eklatanten Fachkräftemangel in der Branche entgegenzuwirken. Bei potenziellen Interessenten zeigt die reformierte Ausbildung bereits Anklang: Für 2020 liegen schon erste Anmeldungen vor.
Mehr Verantwortung fürs Pflegepersonal „Die neue Ausbildung orientiert sich endlich an der Pflege“, freut sich Schulz- Piasecki. Während zuvor eher die Medizin zentrale Wissenschaft für die
Ausbildung war, richtet sie sich nun vorrangig an der Pflegewissenschaft aus.

Zudem ist nun die Steuerung des Pflegeprozesses als vorbehaltene Tätigkeit für Pflegefachkräfte gesetzlich fixiert. Das Pflegepersonal erhält eine größere Verantwortung in der Planung und Steuerung der Pflegeprozesse. Die TÜV Rheinland Akademie ist schon jetzt auf die Neuerungen vorbereitet:
„Unsere Lehrkräfte setzen sich aus Altenpflegekräften sowie Gesundheits- und Kinderkrankenpflegekräften und Gesundheits- und Krankenpflegekräften mit entsprechenden Abschlüssen und Zusatzqualifikationen zusammen. Dazu kommen unsere Dozentinnen und Dozenten, die die unterschiedlichsten Fachabschlüsse besitzen”, erklärt Schulz-Piasecki. Er steht in engem Kontakt zum NRW-Ministerium und berät neben seiner Tätigkeit als Ausbilder bei der TÜV
Rheinland Akademie auch Betriebe zur Ausbildungsreform. Potenzielle Auszubildende, die über die notwendigen Zugangsvoraussetzungen und einen praktischen Ausbildungsplatz verfügen, sollten sich frühzeitig bei einer Pflegeschule bewerben. In Krefeld, Köln und Aachen startet die reformierte
Ausbildung jeweils zum 1. April und 1. Oktober 2020.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Text – und Bildquelle: TÜV Rheinland Akademie

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