Die Gräueltaten der Nationalsozialisten dürfen auch rund 80 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges nicht in Vergessenheit geraten. Daher unterstützt die NRW-Stiftung den Verein EL-DE-Haus e.V. bei der Durchführung eines Zeitzeugenprojektes um den Holocaustüberlebenden Dany Dattel. Hierfür stellt die NRW-Stiftung bis zu 31.500 Euro zur Verfügung. Bei einem Besuch in Köln überreichte Franz-Josef Lersch-Mense aus dem Vorstand der NRW-Stiftung am 14. Oktober die Förderurkunde an die Vorstandsvorsitzenden Claudia Wörmann-Adam und Martin Sölle.

Persönliche Lebensgeschichten von Holocaust-Überlebenden sind für die Vermittlungsarbeit von NS-Dokumentationsstätten von unschätzbarer Bedeutung. Daher plant der Verein EL-DE Haus, die Erinnerungen des als Kind nach Auschwitz deportierten Dany Dattels professionell zu sichern. Die Lebensgeschichte des heute 82-Jährigen soll in mehreren Interviews filmisch festgehalten und für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Die Interviews sollen im NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln dauerhaft archiviert werden. Darüber hinaus sollen sie Teil der Dauerausstellung werden und in der Vermittlungs- und Bildungsarbeit eingesetzt werden. Die filmische Umsetzung des geförderten Zeitzeugenprojekts übernimmt die Gemini Film & Library (Köln) zusammen mit Gruppe 5 Filmproduktion (Köln). „Um die Erinnerungen und Erzählungen von Zeitzeugen vor dem Vergessen zu bewahren ist es wichtig, diese für die Nachwelt zu sichern“, begründet Franz-Josef Lersch-Mense die Förderentscheidung der Stiftung.

Mit der Förderzusage für 15 neue Projekte hat die NRW-Stiftung kürzlich die Schwelle von insgesamt 300 Millionen Euro Fördermittel überschritten. Seit ihrer Gründung 1986 konnte die NRW-Stiftung damit rund 3.500 Natur- und Kulturprojekte fördern. Das Geld dafür erhält sie überwiegend vom Land NRW aus Lotterieerträgen von Westlotto. Zunehmend wichtig sind auch die Mitgliedsbeiträge und Spenden des Fördervereins NRW-Stiftung. Mehr Informationen auf www.nrw-stiftung.de und im neuen Podcast „Förderbande“.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Text – und Bildquelle: Nordrhein-Westfalen-Stiftung, Naturschutz, Heimat- und Kulturpflege, Fotocredit: NS-DOK Köln