Die Kosten für Energie, Lebensmittel und Benzin steigen – dennoch möchte sich die Mehrheit der Menschen in Köln in diesem Jahr nicht bei den Ausgaben für Weihnachtsgeschenke einschränken. Nur jeder Dritte gibt an, aufgrund höherer Lebenshaltungskosten das Budget für Geschenke zu reduzieren. Das geht aus der aktuellen Weihnachtsstudie der FOM Hochschule hervor. Danach wollen die Befragten im Durchschnitt 505 Euro ausgeben und liegen damit auf dem Vorjahresniveau (509 Euro). An der Befragung haben 1.170 Menschen in Köln teilgenommen. 

Nie lagen die Ausgaben für Weihnachtsgeschenke bundesweit höher – die angespannte wirtschaftspolitische Lage scheint dabei auch für die Kölnerinnen und Kölner keine entscheidende Rolle zu spielen. Für sechs von zehn Befragten wirken sich die gestiegenen Energie- und Lebensmittelpreise nicht auf den Kauf von Weihnachtsgeschenken aus. Eine unsichere Jobperspektive und gestiegene Benzinpreise haben einen noch geringeren Einfluss auf das Kaufverhalten der Kölner Bürgerinnen und Bürger. Nur acht Prozent geben an, aufgrund der Sorge um die berufliche Zukunft weniger Geld für Weihnachtsgeschenke auszugeben. Die hohen Preise an der Zapfsäule sind für 20 Prozent ein Grund, sich beim Weihnachtsshopping einzuschränken. 

Krisen wirken sich der Studie zufolge kaum aus

„Wir hätten erwartet, dass sich die aktuellen Krisen und Herausforderungen stärker auf die Kauflaune der Kölnerinnen und Kölner auswirken“, sagt der wissenschaftliche Leiter der FOM Weihnachtsstudie, Prof. Dr. Oliver Gansser. „Möglicherweise hängt das damit zusammen, dass mit dem Weihnachtsfest der Wunsch nach Tradition und einem ritualisierten Familienerlebnis einhergeht.“

Das schenken die Menschen in Köln

Zu den beliebtesten Weihnachtsgeschenken zählen auch 2022 Bücher (52 Prozent), Kosmetika und Parfums (50 Prozent) sowie Kleidung, Schuhe und Accessoires (50 Prozent). Für diese Produkte wird jedoch nicht das meiste Geld ausgegeben. Ganz vorne rangieren Smartphones (140 Euro), Reisen und Freizeitaktivitäten (118 Euro), elektronische Geräte (111 Euro) sowie Geldgeschenke (95 Euro).

Männer planen ihre Einkäufe später ein als Frauen

Ein Trend aus den Vorjahren setzt sich in 2022 fort: Männer planen ihre Weihnachtseinkäufe tendenziell später ein als Frauen. Die beliebteste Einkaufszeit liegt für beide Geschlechter in den ersten beiden Dezemberwochen (37 Prozent). Während Frauen überwiegend zwischen dem 1. -15. Dezember den Großteil ihrer Geschenke besorgen (20 Prozent), sind Männer auch in der letzten Woche vor Weihnachten (13 Prozent) noch auf Shoppingtour.

Stationärer Handel beliebter als Online-Shopping

Bei den Einkaufsmöglichkeiten zeigt sich erneut, dass der stationäre Handel bei der Besorgung von Weihnachtsgeschenken wie im Vorjahr knapp an erster Stelle steht. So geben 67 Prozent an, das Shoppen im stationären Handel als wichtig zu empfinden, 63 Prozent wollen Weihnachtsgeschenke online erwerben. Eine untergeordnete Rolle kommt den Weihnachtsmärkten zu (21 Prozent).

Zur Studie 

Unter wissenschaftlicher Leitung von Prof. Dr. Oliver Gansser vom ifes Institut für Empirie & Statistik der FOM Hochschule befragten im Herbst 2022 Studierende der FOM 1.170 Menschen in Köln sowie bundesweit mehr als 35.300 Menschen in persönlichen Interviews (telefonisch und Face-to-Face), quotiert nach Geschlecht und Alter.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Quelle: FOM Hochschule, Archivbild/Pexels