Welche Faktoren machen Intensivbehandlung bei COVID-19 notwendig?

Welche Faktoren machen Intensivbehandlung bei COVID-19 notwendig?

Die Ärzte geben Hinweise dazu, welche Faktoren dafürsprechen, Patienten auf die Intensivstation zu verlegen. Neben erhöhter Atemfrequenz, Blutdruck und Puls sowie schlechter Sauerstoffsättigung gehören ein Alter über 65 Jahre und Fieber über 39° C dazu.

COVID-19 verläuft nur in wenigen Fällen so schwer, dass eine intensivmedizinische Versorgung notwendig wird. Die Schweizerische Gesellschaft für Intensivmedizin sprach jetzt Empfehlungen zur Behandlung von COVID-19-Patienten aus. Dabei beschäftigten sie sich auch damit, welche Patienten in die Intensivstation eingewiesen werden sollten.

Patienten, die sich selbst versorgen können, keinen Sauerstoff benötigen und kein Organversagen haben, sollten nach Hause geschickt werden. Nach 24 bis 48 Stunden sollten sie erneut medizinisch untersucht werden. Patienten, die Sauerstoff benötigen, sollten im Krankenhaus versorgt werden. Sie können maximal 4 l/min Sauerstoff durch die Nase bekommen. Sauerstoffsättigung und Atemfrequenz sollten drei- bis viermal am Tag überprüft werden. Regelmäßig sollte überprüft werden, ob die Patienten nach Hause können oder intensiver betreut werden müssen.

Patienten, die eine Sauerstofftherapie benötigen und deren Vitalparameter kontinuierlich überwacht werden (mindestens Sauerstoffsättigung, idealerweise Blutdruck, Herzfrequenz und Respirationsrate) sollten in die Intensivüberwachungspflege kommen. Sie sollten maximal 15 l/min Sauerstoff über die Nase, über eine Venturi-Maske oder einem Reservoirbeutel erhalten. High-Flow-Sauerstofftherapie und nicht-invasive Beatmung wird außerhalb der Intensivstation nicht empfohlen.

Die Ärzte geben auch Hinweise dazu, welche Faktoren dafür sprechen, Patienten auf die Intensivstation zu verlegen. Neben erhöhter Atemfrequenz, Blutdruck und Puls sowie schlechter Sauerstoffsättigung gehören ein Alter über 65 Jahre und Fieber über 39° C dazu. Außerdem gehören Lymphopenie und Neutropenie, ein LDH-Anstieg, erhöhte D-Dimere und Interleukin-6 zu den Risikofaktoren für ein akutes Lungenversagen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Quelle:  DeutschesGesundheitsPortal.de, Archivbild

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