56. Grimme-Preis: Nominierung für “1000 Arten den Regen zu beschreiben” mit Bibiana Beglau & Bjarne Mädel – Interview mit Regisseurin Isa Prahl

56. Grimme-Preis: Nominierung für “1000 Arten den Regen zu beschreiben” mit Bibiana Beglau & Bjarne Mädel – Interview mit Regisseurin Isa Prahl

Das Grimme-Institut hat heute die Nominierungen für den diesjährigen Grimme-Preis bekannt gegeben, der am 27. März im Theater der Stadt Marl / Nordrhein-Westfalen verliehen wird. In der Auswahl befinden sich auch zehn Produktionen, die mit Förderung der Film- und Medienstiftung NRW entstanden sind. „Zehn Nominierungen filmstiftungsgeförderter TV-Produktionen für den Grimme-Preis 2020: Wir gratulieren den Nominierten und freuen uns über die große Anerkennung für die Vielfalt und Qualität des Fernsehschaffens in Fiktion, Information und Kultur“, so Petra Müller, Geschäftsführerin der Film- und Medienstiftung NRW.

In der Kategorie Fiktion wurden gleich sechs filmstiftungsgeförderte Produktionen für den Grimme-Preis nominiert:

Unter anderem nominiert ist der Film „1000 Arten Regen zu beschreiben“  (KNJ berichtete) von Isa Prahl. In den Hauptrollen waren Bibiana Beglau und Bjarne Mädel zu sehen. Zur Handlung:

Der 18-jährige Mike (Béla Gabor Lenz) verrammelte die Tür zu seinem Zimmer und ist seit Wochen nicht mehr herausgekommen. Sein Vater Thomas (Bjarne Mädel), seine Mutter Susanne (Bibiana Beglau) und seine Schwester Miriam (Emma Bading) sind ratlos. Sie stehen vor der verschlossenen Tür, fordern auf, hoffen, flehen, fragen, verzweifeln, ignorieren, beschuldigen, rasten aus – und sind durch die Situation gezwungen, sich immer mehr mit ihrem eigenen Leben zu beschäftigen. Vor allem Mikes Schwester leidet. Sie sehnt sich nach ihrem großen Bruder und fühlt sich alleingelassen.

Das Thema berührte viele Zuschauerinnen und Zuschauer, weil es von Regisseurin Isa Prahl sensibel und ehrlich umgesetzt wurde. Auch in der Wahl ihrer Protagonisten bewies sie ein sicheres Händchen.

Interview mit Isa Prahl:

Martina meets…….Regisseurin Isa Prahl

Des Weiteren wurden nomminiert: die Polit-Satire „Der König von Köln“ von Grimme-Preisträger Richard Huber und das Drama „Draußen in meinem Kopf“ von Eibe Maleen Krebs und Andreas Keck. Im Bereich Serien kann sich die im Mockumentary-Stil gedrehte TNT-Produktion „Andere Eltern“ von Lutz Heinking jr. über eine Nominierung freuen. In der Unterkategorie Spezial konkurrieren der neunfache Grimme-Preisträger und Erfinder des Doku-Dramas, Heinrich Breloer, „für die langjährige, intensive Auseinandersetzung mit Bertold Brecht und für die besondere Kunst des Übergangs von Dokumentarischem und Fiktionalem in ‚Brecht‘“ sowie die Ausstattung der Bauhaus-Serie „Die neue Zeit“ von Lars Kraume um den renommierten Preis.

In der Kategorie Information & Kultur gehen vier filmstiftungsgeförderte Filme ins Rennen: die Dokumentarfilme „Dark Eden – Der Alptraum vom Erdöl“ von Jasmin Herold und Michael Beamish, „Draußen – unsichtbare Helden“ von Tama Tobias-Macht und Johanna Sunder-Plassmann, „Barstow California“ von Rainer Komers und „Lucica und ihre Kinder“ von Bettina Braun, der beim Film Festival Cologne im vergangenen Jahr mit dem Filmpreis NRW für den besten Dokumentarfilm ausgezeichnet wurde.

Die geförderten Produktionen im Überblick: 

Kategorie Fiktion

  • 1000 Arten Regen zu beschreiben“ (Regie: Isabel Prahl, Buch: Karin Kaci, Produktion: Made in Germany, Sender: WDR, Arte)
  • Der König von Köln“ (Regie: Richard Huber, Buch: Ralf Husmann, Produktion: Zeitsprung Pictures, Sender: WDR, Das Erste)
  • Draußen in meinem Kopf“ (Regie: Eibe Maleen Krebs, Buch: Eibe Maleen Krebs und Andreas Keck, Produktion: junafilm, Sender: ZDF, Arte)

Serien

  • Andere Eltern“ (Regie: Lutz Heineking jr., Drehbücher: Lutz Heineking jr. mit Sabine Steyer-Violet, Sebastian Züger, Ron Markusund weiteren, Produktion: eitelsonnenschein, Sender: TNT)

Spezial

  • für Heinrich Breloer, seine langjährige Auseinandersetzung mit Bertold Brecht und die besondere Kunst des Übergangs von Dokumentarischem und Fiktionalem in „Brecht“ (Regie und Buch: Heinrich Breloer, Produktion: Bavaria Fiction, Bavaria Filmproduktion Köln, Satel Film, Sender: WDR, BR, SWR, NDR, Arte)
  • für die Ausstattung in „Die neue Zeit“ (Regie: Lars Kraume, Buch: Judith Angerbauer und Lars Kraume, Szenenbild: Olaf Schiefner, Produktion: zero one film, Sender: ZDF, Arte)

 

Kategorie Information & Kultur

  • Dark Eden“ (Regie: Jasmin Herold und Michael Beamish, Buch: Jasmin Herold, Produktion: Made in Germany Filmproduktion, Sender: ZDF/3Sat)
  • Draußen – unsichtbare Helden“ (Regie und Buch: Tama Tobias-Macht und Johanna Sunder-Plassmann, Produktion: unafilm, Sender: Arte, WDR)
  • Barstow, California“ (Regie: Rainer Komers, Buch; Rainer Komers und Spoon Jackson, Produktion: komers .film, strandfilm)
  • Lucica und ihre Kinder“ (Regie und Buch: Bettina Braun, Produktion: B’Braun Filmproduktion, Sender: ZDF/3Sat)

Die Preisträger der diesjährigen Grimme-Preise werden am 3. März 2020 bei einer Pressekonferenz im Essener Grillo-Theater bekannt gegeben. Der Grimme-Preis wird seit 1964 alljährlich in Marl verliehen. Er wurde 1961 auf Initiative Bert Donnepps vom Deutschen Volkshochschul-Verband gestiftet und gilt als eine der bedeutendsten Auszeichnungen im Fernsehbereich in Deutschland.

Weitere Infos unter www.grimme-preis.de

 

 

 

 

 

Quelle: Film- und Medienstiftung NRW, Bildquelle: Meuser Filmpresse

1 comment

  • Gratulation an Isa Prahl. EIn wirklich toller Film, keine Sekunde Langeweile und super Schauspieler. Verdienter Preis! Tolles Interview.

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